Philipp Kohlschreiber in Montpellier und Michael Berrer in Zagreb waren am Samstag jeweils im Halbfinale hängengeblieben - ihre Bezwinger holten sich am Sonntag die Titel: Mikhail Youzhny jubelte in Kroatiens Metropole, Tomas Berdych rang in Südfrankreich Gael Monfils nieder, dessen Finalfluch also weiter anhält. In Vina del Mar konnte Juan Monaco diesen dagegen ablegen.
Tränenreich haben sich die deutschen Damen bereits im Viertelfinale des Fed Cups verabschiedet. Gegen Titelverteidiger Tschechien verlor Sabine Lisicki am Sonntag auch das dritte Einzel in Stuttgart, wieder nach einer Satzführung. Die Beteiligten wussten das Wochenende nicht so recht einzuschätzen: Lisicki und Julia Görges vergossen Tränen, die Zuschauer applaudierten.
Am Samstagnachmittag standen auf der ATP-Tour zwei Halbfinalspiele mit deutscher Beteiligung an. Im französischen Montpellier bekam es Philipp Kohlschreiber mit dem tschechischen Top-Ten-Spieler Tomas Berdych zu tun und verlor in zwei Sätzen. Zuvor setzte sich Gael Monfils gegen seinen französischen Landsmann und Gilles Simon durch. Auch Michael Berrer verpasste das Endspiel - im Zagreber Halbfinale verlor der Stuttgarter gegen den Mikhail Youzhny.
Das erste Spiel ging verloren: Sabine Lisicki (Berlin) unterlag überraschend im Auftakteinzel des Fed-Cup-Duells der deutschen Mannschaft gegen Titelverteidiger Tschechien mit 6:2, 4:6, 2:6 gegen die tschechische Nummer zwei Iveta Benesova. Folglich stand Julia Görges (Bad Oldesloe) im zweiten Match gegen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova enorm unter Zugzwang. Fast wäre ihr die Überraschung geglückt, doch im dritten Satz unterlag sie hauchdünn.
Das Jahr 2012 lässt sich weiter gut an für Philipp Kohlschreiber. In Montpellier rang er Richard Gasquet in drei Sätzen nieder und steht nun im Halbfinale. Ein gutes Pflaster ist Zagreb für Michael Berrer schon länger: Nach einem knappen Sieg über Jürgen Melzer winkt ihm dort die dritte Finalteilnahme in Folge.
Philipp Kohlschreiber steht beim ATP-Turnier in Montpellier bereits im Viertelfinale, Florian Mayer konnte ihm nicht folgen. Die deutsche Nummer eins (21. der Weltrangliste) verlor am Donnerstag trotz klarer Favoritenrolle in zwei Sätzen gegen Lokalmatador Nicolas Mahut.
Andreas Beck scheiterte in Zagreb am Vormittag gleich an Dudi Sela. Matthias Bachinger verabschiedete sich auch, immerhin erst im Achtelfinale. Besser machte es dann am Abend Michael Berrer, der Finalist der Jahre 2010 und 2011 setzte sich gegen den Lokalmatador Ivan Ljubicic durch. Philipp Kohlschreiber schlug indes in Montpellier Edouard Roger-Vasselin und steht im Viertelfinale.
Das erste Grand-Slam-Turnier 2012 ist für Caroline Wozniacki (21) so zu Ende gegangen, wie alle anderen zuvor in ihrer Karriere: ohne Titel. Ihr Trainer ist deshalb seinen Job los - nach nur zwei Monaten. Ein neuerlicher Guardiola-Vergleich fiel trotzdem.
Die Australian Open 2012 sind vorbei, und der Tennis-Tross kehrt nach Europa zurück. So wird im französischen Montpellier und in Zagreb der gelben Filzkugel hinterhergejagt - auch wenn die Topstars der Tour noch nicht dabei sind.
Die Regentschaft geht weiter, Novak Djokovic hat seinen Titel bei den Australian Open verteidigt. In einem packenden, fast sechsstündigen Final-Krimi trotzte der Weltranglistenerste der kurzen Pause seit dem Halbfinale, dem Druck und zwei späten Rückschlägen: Mit 5:7, 6:4, 6:2, 6:7 (5:7) und 7:5 bezwang der Serbe Rafael Nadal, den Weltranglistenzweiten - für den sich Djokovic mehr und mehr zum Trauma entwickelt.
Maria Sharapova führte schnell mit 2:0, doch Victoria Azarenka kam ebenso schnell zurück ins Damen-Finale der Australian Open und holte sich den ersten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr durch ein 6:3 und 6:0 gegen ihre chancenlose russische Rivalen. Die Weißrussin Azarenka, die erstmals in einem Finale der großen vier Turniere stand, ist damit zugleich die neue Nummer eins in der Weltrangliste und löst die Dänin Caroline Wozniacki ab.
Die Top Four im Australian-Open-Halbfinale unter sich - diese Konstellation hielt, was sie versprach: Nach Rafael Nadals Weltklasse-Auftritt gegen Roger Federer am Donnerstag zog Titelverteidiger Novak Djokovic tags darauf ähnlich bravourös nach. Mit 6:3, 3:6, 6:7 (4:7), 6:1, 7:5 entschied "Nole" das Drama gegen Andy Murray für sich.
Der erste Finalist bei den Australian Open heißt Rafael Nadal. Der Spanier gewann das 27. Duell mit seinem Dauer-Rivalen Roger Federer am Donnerstag in vier Sätzen mit 6:7 (5:7), 6:2, 7:6 (7:5) und 6:4. Zum zweiten Mal nach seinem Triumph 2009 steht Nadal Down Under im Finale. Federer fehlten Nuancen, sein Kontrahent machte einfach die Big Points an diesem Abend. Auch eine kuriose Unterbrechung konnte Nadal nicht aufhalten.
Das Damen-Finale steht: Maria Sharapova und Victoria Azarenka spielen um die Krone bei den Australian Open 2012. Und das im doppelten Sinn: Die Siegerin am Samstag ist gleichzeitig die neue Nummer eins der Welt. Beide erkämpften sich das Endspielticket in exakt 2:12 Stunden und drei Sätzen, Sharapova warf Petra Kvitova raus, Azarenka Titelverteidigerin Kim Clijsters.
Wimbledon-Halbfinalistin Sabine Lisicki führt das deutsche Aufgebot für das Erstrundenspiel im Fed Cup gegen Titelverteidiger Tschechien am 4./5. Februar in Stuttgart an. Zudem nominierte Teamchefin Barbara Rittner am Mittwoch Julia Görges (Bad Oldesloe), Angelique Kerber (Kiel) und Doppelspezialistin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) für die Partie gegen das Quartett um Wimbledonsiegerin Petra Kvitova.
Die Australian Open liegen Andy Murray auch in diesem Jahr. Der Vorjahresfinalist besiegte den bislang überraschend starken Japaner Kei Nishikori und hält den Traum vom ersten Grand-Slam-Titel am Leben. Im Viertelfinale bezwang der gebürtige Schotte Nishikori mit 6:3, 6:3, 6:1 - ein weiterer Sieg für den Weltranglistenvierten unter der Ägide des neuen Trainers Ivan Lendl. Auf Murray wartet nun sein letztjähriger Finalgegner.
Als die Setzliste der Australian Open 2012 feststand, war es fast schon unvermeidlich: Mal wieder kommt es zum ewigen Duell zwischen Roger Federer und Rafael Nadal, es geht um den Finaleinzug. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich: Federer beging ein ganz besonderes Jubiläum gegen Juan Martin del Potro eilig, Nadal wurde von Tomas Berdych zu einem Night-Session-Marathon gezwungen - in dem es früh emotional wurde.
Das war's mit der Nummer 1. Die Dänin Caroline Wozniacki ist bei den Australian Open im Viertelfinale an Titelverteidigerin Kim Clijsters gescheitert und einmal mehr bei einem Grand-Slam-Turnier vorzeitig die Koffer packen. Nach dem 3:6 und 6:7 (4:7) ist auch klar: Wozniacki hat damit nach insgesamt 67 Wochen ihre Spitzenposition im WTA-Ranking verloren. Für Clijsters geht es bei ihrem letzten Melbourne-Auftritt im Semifinale gegen Viktoria Azarenka.
Ekaterina Makarova - wer bitte? Eine nur in Fachkreisen bekannte Russin hat Serena Williams im Achtelfinale der Australian Open bezwungen. Die Nummer 56 der Weltrangliste sorgte damit am Montag für die wohl größte Überraschung im bisherigen Turnierverlauf. Williams musste beim 2:6, 3:6 ihrem schlechten körperlichen Zustand Tribut zollen. Weiter ist dagegen die Tschechin Petra Kvitova, die auch Platz eins im Blick hat. Bei den Herren marschierte Murray mühelos weiter, Djokovic hatte mit Hewitt mehr zu kämpfen, als ihm lieb war.
16 deutsche Profis haben sich für die erste Hauptrunde der Australian Open 2012 qualifiziert. Das Zugpferd fehlt mit Andrea Petkovic verletzungsbedingt. Wer springt ein? Eine Übersicht über die Ansetzungen und das Abschneiden der Deutschen in Melbourne...
