Die Saison ist erst wenige Wochen alt und schon wird der Radsport von seiner ewigen Problematik bestimmt: Doping. Erst vor wenigen Tagen atmete Lance Armstrong auf, als die Ermittlungen gegen ihn eingestellt wurden. Nun hat es allerdings einen anderen Star der Szene erwischt. Alberto Contador fuhr schon seit langer Zeit mit einem schwebenden Verfahren im Nacken, das ihn nun vom Sattel holt. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat den Spanier zu einer Zweijahressperre verurteilt.
Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong muss keine weiteren Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft bezüglich der Dopingvorwürfe gegen ihn und sein ehemaliges Team befürchten. Die Behörde stellte ihre Bemühungen inzwischen ein. Armstrong hatte stets bestritten, in Doping verwickelt gewesen zu sein. Die US-Dopingbehörde USADA will indes nicht aufgeben.
Andre Greipel will sich mit Olympia-Gold in London einen Traum erfüllen. Dies sagte der deutsche Sprintstar bei der Vorstellung seines neuen Teams Lotto-Belisol in Brüssel. Neben den Olympischen Spielen nannte er noch den Gewinn des Klassikers Mailand - San Remo sowie Etappenerfolge bei der Tour de France als Ziele für die anstehende Saison.
Alberto Contador hat seinen ersten Saisonsieg gefeiert - der Erfolg kam selbst für den Spanier unerwartet. Der umstrittene Spanier setzte sich am Mittwoch (Ortszeit) bei der dritten Etappe der Tour de San Luis in Argentinien durch. "Das war ein ziemlich unerwarteter Sieg für mich", gestand Contador im Ziel in Mirador del Potrero.
Der Radsport-Frühjahr ohne die Mauer von Geraardsbergen? Unvorstellbar! Dachte sich auch die UCI und reagierte auf den veränderten Streckenverlauf der Flandern-Rundfahrt mit der Aufnahme des E3-Preises Harelbeke. Dort muss die berüchtigte "Muur" wieder erklommen werden. Ansonsten bleibt im Rennkalender 2012 so ziemlich alles beim Alten. Einziges Rennen in Deutschland bleiben die Cyclassics Hamburg am 19. August.
Im Sprint war André Greipel in Australien einfach nicht zu schlagen. Der Rostocker im Lotto-Team holte sich am Sonntag auch die Abschlussetappe der Down-Under-Rundfahrt und sicherte sich den dritten Etappensieg bei der Pro-Tour-Veranstaltung. Den Gesamtsieg holte sich der Australier Simon Gerrans vor dem Spanier Alejandro Valverde bei dessen Comeback nach abgelaufener Dopingsperre.
Bei der Tour Down Under hat sich der ehemalige spanische Dopingsünder Alejandro Valverde (Movistar) mit einem Sieg zurückgemeldet. Der Vuelta-Sieger von 2009 setzte sich auf dem fünften Teilstück von McLaren Vale über 151,5 Kilometer hinauf zur Bergankunft in Old Willunga Hill nach einem packenden Finish hauchdünn mit einer Schlauchbreite Vorsprung vor Simon Gerrans durch. Linus Gerdemann war bester deutscher Fahrer.
18 Teams bekamen für die Saison 2012 den Status eines WorldTour-Teams und genießen damit für alle Eliterennen der Radsportsaison ein automatisches Startrecht. Wie bereits 2011 wird auch in diesem Jahr kein deutsches Team an den Start gehen. Dafür ist mit der australischen Equipe Greenedge ein Neuling dabei. Radioshack-Nissan gilt als "Superteam", FDJ-Big Mat feiert sein Comeback.
Andre Greipel (Lotto-Belisol) hat die 3. Etappe der diesjährigen Tour Down Under über 134,5 Kilometer von Adelaide nach Port Harbor gewonnen und sich mit seinem Tageserfolg wieder Rang eins in der Gesamtwertung zurückerobert. Greipel setzte sich im Massenspurt nach 3:21,55 Stunden vor dem Weißrussen Yauheni Hutarovich (FDJ-Big Mat) und dem Norweger Edvald Boasson Hagen (Sky) durch.
Auf der zweiten Etappe der Tour Down Under zeigte William Clarke (UniSA) der gesammelten Weltelite sein Hinterrad und fuhr nach langer Flucht einen umjubelten Sieg heraus. Der Australier feierte nach 148 Kilometern von Lobethal nach Stirling seinen ersten Erfolg auf der World Tour und konnte sein Glück anschließend kaum fassen. Andre Greipel musste seine Gesamtführung indes an einen Schweizer abgeben.
Am Freitag präsentierte der Radrennstall OmegaPharma - Quick Step sein Team für die Saison 2012. Und mit Tony Martin haben die Belgier einen neuen Star in ihren Reihen. Das deutsche Zeitfahr-Ass hat sich besonders zwei Ziele gesetzt: Die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London sowie das Gelbe Trikot bei der Tour de France.
Lediglich die 18 World-Tour-Teams haben die freie Wahl dürfen sich ihre Rennen aussuchen. Bei den drei großen Rundfahrten sind sie natürlich ebenfalls gesetzt. Daneben gibt es aber auch für die zweite Reihe eine Chance. Mit etwas Glück erhält man eine der begehrten Wild-Cards. Für den Giro d'Italia gab es vier Freifahrscheine für 14 Bewerber. Das deutsche Team NetApp freute sich riesig über den Zuschlag.
Die Radsportler des Jahres 2011 stehen fest. In einer Abstimmung der Leser des Fachmagazins "Radsport" holten sich die Favoriten klar die ersten Plätze. Bei den Herren gewann Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin die Wahl. "Mir bedeutet es wirklich viel", freute er sich. Judith Arndt setzte sich bei den Frauen durch.
Die Radsport-Elite geht das kommende Jahr erneut mit 18 Mannschaften an. Die letzten Lizenzen wurden vom Weltverband UCI Anfang dieser Woche vergeben. Wie schon in der letzten Saison gehört kein deutsches Team der WorldTour an. Nur mit einer Lizenz für die WorldTour dürfen die Rennställe automatisch bei den großen Rundfahrten wie der Tour de France antreten.
Nach 3330,1 Kilometern durch Spanien entschieden letztlich 13 Sekunden über den Geamtsieger bei der Vuelta. Der Spanier Juan
Jose Cobo vom Team Geox-TMC durfte sich in Madrid am letzten Tag feiern lassen. Zuvor standen für die Fahrer mitunter höllische Qualen auf dem Programm. Einige Eindrücke von der Vuelta in Bildern...
Der Slowake Peter Sagan hat die Schlussetappe der diesjährigen Vuelta für sich entschieden. Auf dem 95,6 Kilometer langen Teilstück vom Circuito del Jarama nach Madrid holte sich der Liquigas-Fahrer seinen dritten Etappensieg vor den Italienern Daniele Bennati (Leopard) und Alessandro Petacchi (Lampre). Als Gesamtsieger war der Spanier Juan Jose Cobo vom Team Geox-TMC bereits festgestanden, einen Führungswechsel gab es aber noch bei den Sprintern.
Die Vuelta 2011 liegt in den letzten Atemzügen und fast alle Entscheidungen sind gefallen. Den vorletzten Etappensieg holte sich im Massensprint Daniele Bennati (Leopard-Trek). Das Bergtrikot geht an einen Fahrer, der dies im Vorfeld bereits angekündigt hatte und Juan José Cobo (Geox-TMC) wehrte alle Angriffe von Christopher Froome erfolgreich ab und steht vor dem Gesamtsieg.
