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Nach drei Jahren wird Alberto Contador das Team Astana am Ende dieser Saison verlassen. "Die Wege von Contador und Astana trennen sich. Er hat das Ultimatum für eine Vertragsverlängerung verstreichen lassen", teilte ein Pressesprecher des dreimaligen Tour-de-France-Siegers mit. Laut italienischen Medienberichten steht der 27-Jährige vor einem Wechsel zum Saxo-Bank-Team, das den Abgang der Schleck-Brüder wegzustecken hat.

Die 97. Tour de France ist seit Sonntag zu Ende. Es war aller Voraussicht nach auch die letzte Frankreich-Rundfahrt, in der eine deutsche Equipe am Start war. Allerdings dürfte sich die Trauer darüber in Grenzen halten, denn das Team Milram enttäuscht auf seiner Abschiedsvorstellung auf ganzer Linie. Lediglich Tony Martin konnte sich mit zwei zweiten Plätzen im Zeitfahren in Szene setzen, andere Fahrer erfüllten zumindest ihre Rolle als Helfer.

Nach der enttäuschenden Tour de France hat Lance Armstrong angekündigt, seine Saison vorzeitig zu beenden. "In diesem Jahr werde ich keine Rennen mehr fahren", sagte der siebenmalige Toursieger am Schlusstag in Paris. Ob damit das Kapitel Profi-Radsport für ihn endgültig beendet sei, ließ er allerdings noch offen. Am Sonntag sorgte er nochmals für Aufmerksamkeit, als er und sein komplettes Team mit einem eigens entworfenen Trikot an den Start gingen.



Die Entscheidung bei der Tour de France 2010 ist gefallen. Andy Schleck konnte Alberto Contador im Zeitfahren über 52 Kilometer von Bordeaux nach Paulliac nicht angreifen. Das Gelbe Trikot ist damit zum dritten Mal an den Spanier vergeben, der Luxemburger gewinnt zum zweiten Mal das Weiße Shirt. Im Kampf gegen die Uhr war einmal mehr Fabian Cancellara das Maß aller Dinge, lediglich Tony Martin konnte einigermaßen mit dem Schweizer mithalten.


Mark Cavendish hat seinen vierten Etappensieg gefeiert. Der Brite gewann den Massensprint nach 198 km von Salies-de-Bearn nach Bordeaux souverän vor dem Neuseeländer Julian Dean sowie dem Italiener Alessandro Petacchi. An der Spitze der Gesamtwertung gab es wie erwartet keine Veränderungen, dafür hat das Grüne Trikot einen neuen Träger.

Vor exakt 100 Jahren, am 21. Juli 1910, wurde der Col du Tourmalet als erster Hochgebirgspass überhaupt in das Programm der Tour de France aufgenommen. Seitdem erlebte der legendäre Anstieg viele Dramen. So auch am Donnerstag. Was auch Andy Schleck probierte, Alberto Contador blieb am Hinterrad. Zwar gewann der Luxemburger in 5:03,29 Stunden die Etappe, doch der zeitgleiche Contador verteidigte sein Gelbes Trikot und steht vor seinem dritten Gesamtsieg.

Erstmals seit 1992 kein deutsches Team am Start der Tour de France - die letzten Hoffnungen auf einen neuen Sponsor für das Milram-Team nach dem beschlossenen Ausstieg von Nordmilch haben sich zerschlagen. "Ich habe bis heute keinen Sponsor gefunden", verkündete Team-Manager Gerry van Gerwen auf einer Pressekonferenz in Tarbes. Dennoch hofft er noch bis September auf die Absage oder Zusage eines angeblichen neuen Geldgebers, dessen Name aber vorerst geheimbleibt.

Der deutsche Rennprofi Jens Voigt setzt die 97. Tour de France trotz eines Verdachts auf Rippenbruch weiter fort. "Ich weiß nicht, ob meine Rippen gebrochen oder geprellt sind. Man kann das sowieso nicht behandeln. Ich bin gegen Röntgen, das ist Radioaktivität", erklärte der 38-Jährige am zweiten Tour-Ruhetag in Pau. Am Vortag war Voigt nach 11 Kilometern bei der Abfahrt vom Peyresourde gestürzt.

Der italienische Radstar Alessandro Petacchi steht erneut unter Dopingverdacht. Wie italienische Medien berichten, muss sich der 36-Jährige am 28. Juli vor der Staatsanwaltschaft in Padua erklären. Bereits am 12. Juli wurde ihm die Vorladung zugestellt, doch seine Anwälte hätten ihn nicht darüber informiert um ihn nicht zu beunruhigen. Petacchi sei sich sicher, seine Unschuld beweisen zu können.

Die zweite Pyrenäenetappe über 187,5 Kilometer von Pamiers nach Bagneres-de-Luchon hatte es in sich: Beim Anstieg zum Port de Bales attackierte Andy Schleck, doch dem Gesamtführenden versprang die Kette. Sein Kontrahent Alberto Contador nutzte den Defekt aus und sicherte sich im Ziel um acht Sekunden das Gelbe Trikot. Unbeeindruckt von dem Drama siegte der französische Meister Thomas Voeckler als Solist.

Auch die erste Bergankunft in den Pyrenäen lockte die beiden Topfavoriten Andy Schleck und Alberto Contador nicht aus der Reserve. Zwar attackierte der Spanier hinauf nach Ax-3-Domaines, doch der Luxemburger hielt problemlos dessen Hinterrad. Die direkten Verfolger im Gesamtklassement konnten einige Sekunden gut machen. Den Tagessieg sicherte sich Christophe Riblon, der sich als Solist aus einer Ausreißergruppe durchsetzte.

Während bei der 97. Tour de France noch keine positive Dopingprobe bekannt wurde, horcht die Mountainbike-Szene dieser Tage auf. Mit Roel Paulissen ist der Weltmeister des Dopings überführt worden. Medienberichten zufolge wies auch die B-Probe des 34-jährigen Belgiers aus seiner Kontrolle bei einem Rennen in seiner Heimat Spuren des verbotenen Östrogens Clomiphen auf.

Alexander Winokurow hat die 13. Etappe gewonnen. Der Astana-Profi holte sich nach einer erfolgreichen Attacke wenige Kilometer vor dem Ziel den Sieg im Alleingang. Den Massenspurt im Hauptfeld entschied nach 196 Kilometern von Rodez nach Revel der Brite Mark Cavendish vor dem Italiener Alessandro Petacchi für sich. Im Gelben Trikot fährt weiterhin Andy Schleck.

Joaquin Rodriguez hat die zwölfte Etappe gewonnen. Der Spanier setzte sich nach 210,5 km von Bourg-de-Peage nach Mende vor seinem Landsmann Alberto Contador durch, der Andy Schleck im Kampf um Gelb einige Sekunden abnahm. Dritter wurde Alexander Winokurow, der für seine Flucht heute nicht belohnt wurde. Zudem wechselten das Bergtrikot und das Grüne Leibchen ihre Träger.

Mark Cavendish war auf der 11. Etappe von Sisteron nach Bourg-Les-Valence nicht zu schlagen. Der HTC-Columbia-Profi gewann nach 184,5 Kilometern den Massensprint in souveräner Manier. Der Brite ließ in 4:42,29 seine Konkurrenten Alessandro Petacchi (Lampre) und Tyler Farrar (Garmin-Transitions) deutlich hinter sich. Auch Milram-Sprinter Gerald Ciolek war ohne jede Chance. Auf die Spitze der Gesamtwertung hatte der Tagesabschnitt keinerlei Einfluss.

Der belgische Radstar Tom Boonen wurde am Donnerstagmorgen in seiner Heimat am verletzten linken Knie operiert und muss nun eine rund vierwöchige Trainings-Pause einlegen. Ob der Weltmeister von 2005 bei den Straßen-Weltmeisterschaften Ende September in Australien teilnehmen kann, erscheint unter diesen Umständen fraglich.

Es wurde nichts mit einem französischen Sieg am Nationalfeiertag. Die 10. Etappe über 179 Kilometer von Chambery nach Gap gewann Sergio Paulinho (RadioShack) in 5:10,56 Stunden im Spurt zweier Ausreißer vor Vasily Kiryienka (Caisse d'Epargne). Das Feld mit allen Favoriten kam mit einer knappen Viertelstunde Rückstand ins Ziel, den Spurt entschied Mark Cavendish (HTC-Columbia) für sich.


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