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In einem dramatischen und hochklassigen Match kam Werder Bremen beim in lange Zeit in Unterzahl spielenden FC Valencia zu einem 1:1 und hat damit gute Karten für das Rückspiel im Achtelfinale der Europa League. Im Mittelpunkt des Geschehens stand dabei Referee Martin Atkinson aus England, der mit einer umstrittenen Entscheidung dem bis dato ruhigen Duell so richtig einheizte.

Alle drei deutschen Mannschaften kamen am Donnerstag in den Achtelfinal-Hinspielen der Europa League zu guten Ergebnissen. In einem hitzigen Duell erkämpfte sich Bremen ein Remis in Valencia. Ebenfalls mit einem Unentschieden kehrte Wolfsburg aus Kasan zurück. Der HSV gewann gegen Anderlecht mit 3:1. Dagegen verlor Liverpool in Lille, Lüttich überraschte Panathinaikos. Juve siegte souverän gegen Fulham.

Die äußeren Bedingungen in Kasan ließen nicht gerade einen fußballerischen Leckerbissen vermuten. Doch überraschenderweise sahen die Zuschauer im "Eisschrank" Zentralstadion eine flotte und unterhaltsame Partie. Die Wölfe gerieten nach einer halben Stunde zwar in Rückstand, ließen aber die Köpfe zu keinem Zeitpunkt hängen. Nach Wiederanpfiff besorgte Misimovic mit einem herrlichen Treffer das leistungsgerechte 1:1 - und es wäre sogar mehr drin gewesen.

Darauf haben beim Hamburger SV viele gewartet, aber nicht nur beim Hamburger SV: Am Donnerstagabend lief Ruud van Nistelrooy erstmals in der Startelf der Labbadia-Elf auf. Im Achtelfinalhinspiel der Europa League gegen den RSC Anderlecht feierte der 33-jährige Stürmer sein Startelfdebüt.

Der Hamburger SV gewann das Achtelfinalhinspiel gegen den RSC Anderlecht mit 3:1 und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Belgien. In einer durchschnittlichen Partie taten sich die Hanseaten gegen tief stehende Belgier lange schwer, ehe sie nach der Pause ihre größere Klasse dann doch ausspielten. Dennoch darf Anderlecht weiter hoffen, denn schließlich konnte der RSC ein Auswärtstor schießen.

Wenn Werder Bremen am Donnerstagabend (21.05 Uhr) im Estadio Mestalla zum Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Valencia antritt, ist dies auch eine Reise in die Vergangenheit für die Hanseaten. "So ein Spiel vergisst man nicht, Ähnliches habe ich nie wieder erlebt", erinnerte sich Mittelfeldspieler Tim Borowski an den letzten Vorrundenspieltag der Champions League 2004/05.

Ein erfolgreicher Abend für alle drei Bundesligisten. Während der Hamburger SV am frühen Abend den Anfang machte und nach einem packenden Duell gegen Eindhoven den Einzug ins Achtelfinale feierte, zogen später der VfL Wolfsburg (gegen Villarreal) und Werder Bremen (Twente Enschede) nach. Beide profitierten von einem furiosen Beginn. Der AS Rom scheiterte gegen Panathinaikos Athen. Liverpool ist erwartungsgemäß eine Runde weiter.


In einem vor allem in der ersten Hälfte äußerst unterhaltsamen Spiel gewann der VfL Wolfsburg gegen den zeitweise völlig überforderten FC Villarreal aus Spanien am Ende verdient mit 4:1 und zog somit ins Achtelfinale der Europa League ein. Dort bekommen es die Niedersachsen nun mit dem amtierenden russischen Meister Rubin Kazan zu tun.

Einem famosen Sturmlauf zwischen der 15. und 30. Minute sowie einem eiskalten Claudio Pizarro hat es der SV Werder Bremen zu verdanken, im Achtelfinale der Europa League zu stehen. Der Bundesligist sah zwischenzeitlich schon wie der sichere Sieger aus, ehe Twente die Norddeutschen wieder zittern ließ. Letztlich hatte Bremen aber die besseren Angreifer in seinen Reihen und setzte sich verdient durch.

In einer spannenden, phasenweise dramatischen und vor allem im zweiten Durchgang hitzigen Begegnung unterlag der HSV der PSV Eindhoven zwar mit 2:3, steht dank des 1:0-Sieges im Hinspiel aber in der nächsten Runde. Die Niederländer führten nach überlegen geführten ersten 45 Minuten zur Pause verdient mit 2:0, ehe Petrics Blitztor den HSV zurück in die Spur brachte. Obwohl den Hanseaten danach sogar der Ausgleich gelang, musste die Labbadia-Elf bis zum Ende zittern.

Hertha BSC durfte ein bisschen von der nächsten Runde in der Europa League träumen, doch spätestens mit dem schnellen 0:2 zu Beginn der zweiten Halbzeit war für die Berliner die Messe gelesen. Benfica Lissabon war beim 4:0 in allen Belangen überlegen und nahm nach dem vierten Tor zwei Gänge raus. Für die Hertha, die sich nun komplett auf den Abstiegskampf konzentrieren darf, schoss nur Raffael einmal aufs Tor.

Hertha BSC rang dem favorisierten Benfica Lissabon ein 1:1 ab. Die Herthaner hatten dabei einen frühen Schock zu verdauen, wurden aber durch die anfangs dominanten Gäste zurück ins Spiel gebracht. In der Folge steigerte sich die "Alte Dame" läuferisch und kämpferisch und kam dadurch zu einem am Ende leistungsgerechten Remis. Benfica blieb damit zum 13. Mal ungeschlagen, während die Herthaner seit nunmehr fünf Partien auf einen Triumph warten.

Der Hamburger SV hat sich durch einen knappen 1:0-Erfolg über die PSV Eindhoven in eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel gebracht. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken des ersten Abschnitts, in der den Hanseaten dennoch die Führung per Strafstoß gelang. Nach dem Seitenwechsel klappten beide Teams ihre Visiere hoch und lieferten sich einen intensiven Kampf.

Trotz eines über weite Strecken überlegen geführten Spiels, musste Werder Bremen bei Twente Enschede eine knappe 0:1-Niederlage quittieren und bleibt damit in den Niederlanden weiter ohne Pflichtspielsieg. Vor allem im ersten Durchgang gab der Bundesligist klar den Ton an, der so wichtige Auswärtstreffer wollte der Schaaf-Elf aber nicht gelingen. Vielmehr nutzte Twente eine Nachlässigkeit in der Bremer Abwehr zum Siegtor.

Der VfL Wolfsburg hat sich nach dem 2:2 beim FC Villarreal eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. Vor allem in der ersten Halbzeit wusste der deutsche Meister zu gefallen, geriet aber unglücklich in Rückstand. In der zweiten Halbzeit konnte der VfL den Ausgleich erzielen, ehe es in der Schlussphase hektisch wurde.

Der Hamburger SV musste sich im "Endspiel" um den Gruppensieg in Staffel C knapp Hapoel Tel Aviv geschlagen geben. In Durchgang eins agierten die Hanseaten zu lethargisch, während die Israelis spielerisch zu gefallen wussten und durch Samuel Yeboah in Front gingen. In Hälfte zwei präsentierte sich Hamburg wie ausgewechselt, baute Dauerdruck auf und kam zu zahlreichen Möglichkeiten. Hapoel brachte die Minimalführung aber über die Zeit und sicherte sich so Platz eins.

Das HSV-Spiel schon im Kopf? Angeschlagen nach dem Ende der niederlagenlosen Serie? Von wegen! Werder Bremen hat mit einer hochkonzentrierten, vor der Pause teilweise sogar überragenden Leistung bei Athletic Bilbao den Sieg in Europa-League-Gruppe L ohne Probleme eingefahren. Spätestens nach 20 Minuten war die Entscheidung gefallen, nach der Pause durfte verwaltet werden.

In einer über weite Strecken wenig ansehnlichen Partie besiegte Hertha BSC Sporting Lissabon dank eines Kacar-Treffers mit 1:0 und zieht in die Zwischenrunde der Europa League ein. Sporting, angetreten mit einer B-Elf, zeigte sich lange gefälliger, agierte aber meist zu harmlos, während die Hertha sich im entscheidenden Moment eiskalt vor dem Tor zeigte.


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