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DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger wird auf der Präsidiumssitzung des Verbandes am Freitag seine Kandidatur für eine weitere Amtsperiode auf dem Bundestag in Essen erklären. Definitiv bestätigen wollte Zwanziger das gegenüber dem kicker nicht, doch er räumt ein: "Die Tendenz ist da." Am Wochenende hatte bei den Zwanzigers der Familienrat getagt. Frank und Ralf, die Söhne, empfahlen dem Vater, nicht mehr anzutreten. Ehefrau Inge ist anderer Auffassung.

Pilot war einst der Traumberuf Joachim Löws. Den Job über den Wolken übt er nicht aus, aber seine jetzige Tätigkeit ist nun so schlecht auch nicht. Seit 2006 ist der Schwarzwälder Bundestrainer, und das bleibt er nun auch bis 2012. Mindestens. Und das ist gut so.

Die Entscheidung ist gefallen. Joachim Löw verlängert seinen Vetrag als Bundestrainer bis 2012 und wird demnach die Mannschaft zur Euro 2012 in der Ukraine und Polen führen. Auch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff macht weiter, der Europameister von 1996 unterschrieb ebenfalls für zwei weitere Jahre. DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach von "moderaten" Bedingungen, die im Einklang mit dem Verband stünden.

Nach der Rückkehr wollten sich Joachim Löw und seine engsten Mitarbeiter ein paar Tage der Erholung gönnen, um alsbald eine Fortsetzung ihrer Tätigkeit zu erörtern. Doch den zum Turnierende erkälteten Bundestrainer und Co-Trainer Hans Flick erwischte es nun voll, beide lagen zu Wochenbeginn mit 40 Grad Fieber im Bett. Bei der Vorbesprechung zwischen Löw, Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Manager Oliver Bierhoff wird eine sportliche Analyse der Gesamtlage erfolgen.

Philipp Lahm & Co. haben sich in einem öffentlichen Brief bei den Fans für den heimlichen Abgang nach ihrer Rückkehr aus Südafrika entschuldigt. Dass trotz der öffentlich verbreiteten Entscheidung, nach dem dritten Platz bei der WM auf einen offiziellen Empfang und eine Jubelfeier zu verzichten, einige tausend Fans spontan am Montag zum Frankfurter Flughafen gekommen waren, habe die Nationalmannschaft nicht erwartet.

Das DFB-Team verteidigte bei der WM 2010 in Südafrika Platz drei und die Bronzemedaille der Heim-WM von 2006. Bis auf Torhüter Tim Wiese kamen alle mitgereisten Spieler zum Einsatz, wenngleich unterschiedlich häufig. Und mit verschiedenem Erfolg. Der kicker nimmt die Löw-Schützlinge nochmal unter die Lupe und erstellt das WM-Abschlusszeugnis.

Um 6.16 Uhr landete der Airbus A 380 aus Südafrika auf dem Frankfurter Flughafen. Die Aufschrift außen: "Danke - thank you Deutschland" An Bord: Die deutsche Nationalmannschaft, seit Samstag WM-Dritter. Darunter: WM-Torschützenkönig Thomas Müller. Unten am Boden: 400 Fans. Diese bekamen aber von den Spielern nichts zu sehen. Denn diese verließ das Flughafengebäude durch den Hinterausgang.

Ein Tor in 120 Minuten. Was Spanien und die Niederlande den Fans im Finale zumuteten, wird sicherlich nicht als Glanzlicht des Fußballs in die Annalen eingehen. So kannte das Endspiel in Johannesburg einen Sieger, der gar nicht auf dem Platz stand: Thomas Müller darf sich als WM-Torschützenkönig über den "Goldenen Schuh" freuen. Zudem ehrte ihn die FIFA als "Bester Junger Spieler" des Turniers.

Auf der Abschlusspressekonferenz des DFB in Südafrika gab es in der Trainerfrage zwar keine neue Antworten, aber Überraschungsgast Christian Wulff hatte einige Auszeichungen im Gepäck. Der Bundespräsident kündigte an, Bundestrainer Joachim Löw das Bundesverdienstkreuz zu verleihen und die Mannschaft mit dem Silberen Lorbeerblatt auszuzeichnen. Derweil blickt Bastian Schweinsteiger äußerst optimistisch in Zukunft.


Auch wenn der Frust nach dem 0:1 im Halbfinale gegen Spanien tief sitzt: Für die deutsche Nationalmannschaft geht das Leben weiter. Zunächst mit dem Spiel um den dritten Platz am Samstag. Offen bleibt dabei aber, mit welchem Trainer und mit welchem Teammanager es in die EM-Qualifikation geht. Die Spieler haben dabei offenbar eine klare Priorität zugunsten von Joachim Löw. Und dann wäre da noch die Kapitänsfrage...

Sie wollten Weltmeister werden, waren einer der Topfavoriten. Doch was im Viertelfinale auf das Team von Diego Maradona einprasselte, hinterließ bei den argentinischen Spielern und in der Heimat nach 90 Spielminuten nur noch Fassungslosigkeit. 0:4 im WM-Klassiker gegen Deutschland. Die Niederlage gegen das junge deutsche Team war die zweithöchste Niederlage der "Gauchos" in der WM-Geschichte.

Deutschlands Nationalstürmer Miroslav Klose hat in seinem 100. Länderspiel sein 51. und 52. Länderspieltor und damit sein WM-Konto auf 14 aufgestockt. Der Bayern-Angreifer erhöhte im Viertelfinale gegen Argentinien nach 68 Minuten auf 2:0 und erzielte in der Schlussphase das Tor zum 4:0-Endstand.


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