Und wieder war das Losglück dem Fünftligisten Germania Windeck hold. In der Pokalsaison 2009/10 brach Jubel aus, weil der FC Schalke 04 seine Visitenkarte abgab - diesmal erwischte Germania den FC Bayern! "Das ist nicht zu fassen, einfach unglaublich", freute sich Präsident Heinz-Georg Willmeroth euphorisch. Der Vizemeister aus Gelsenkirchen reist indes zum Drittliga-Aufsteiger Aalen. Auch dort war man mehr als zufrieden.
Die Fußballer des Traditionsvereins ETB Schwarz-Weiß Essen haben sich überraschend für den DFB-Pokalwettbewerb qualifiziert. Am Mittwoch setzte sich der Club aus der fünftklassigen NRW-Liga im Finale des Niederrhein-Pokals vor 10.409 Zuschauern mit 2:1 gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen durch. Somit erlangte Schwarz-Weiß einen Startplatz für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2010/2011.
Drittligist Jahn Regensburg hat sich erstmals seit fünf Jahren wieder für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert. Am Dienstag machte der Jahn durch einen 2:0-Erfolg über den frisch gebackenen Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt im Halbfinale des bayerischen Landespokals die Teilnahme an der ersten Runde perfekt. Der FCI hat sich als Dritter der 3. Liga automatisch für das Hauptfeld qualifiziert.
"Wagen und Winnen!" Das überdimensionale Transparent, das die hoffnungsfrohen Bremer Fans in der Ostkurve ausgerollt hatten, klang wie eine Aufforderung. Doch Volkes Stimme, so dokumentiert in einer spektakulären Kurvenshow, blieb unerhört. Es blieb ein frommer Wunsch, ignoriert von den Profis und vor allem von Thomas Schaaf, der diesmal entgegen seinem Naturell kaum ein Risiko bei der Inszenierung einging.
So sahen die Beteiligten die Leistungen im Pokalfinale ...
In einem gutklassigen Finale sicherte sich der FC Bayern souverän seinen insgesamt 15. Pokalsieg. Die Münchner, die mit dem Double im Gepäck zum CL-Finale nach Madrid fahren, waren Bremen in allen Belangen überlegen und beeindruckten vor allem mit äußerst variablem Offensivspiel. Nach knapper Pausenführung wackelte die Elf von Louis van Gaal nach Wiederanpfiff kurz, danach aber folgte eine wahre Demontage des entthronten Titelverteidigers.
Berlin bleibt bis 2015 die Spielstätte für das DFB-Pokalfinale. Der DFB bestätigte eine Meldung der Sport Bild. "Das DFB-Pokalfinale ist wegen seiner riesigen Bedeutung seit vielen Jahren das sportliche Highlight für Berlin und wie das FA-Cup-Finale im Londoner Wembley-Stadion nicht mehr wegzudenken aus der Hauptstadt", sagte der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes (BFV), Bernd Schultz.
So sahen die Trainer die Leistungen ihrer Teams...
Mit einem traumhaften Solo in der 112. Minute entschied Arjen Robben das DFB-Pokal-Halbfinale in Gelsenkirchen zugunsten des FC Bayern. Die Münchner hatten insgesamt mehr vom Spiel und gegen defensive Schalker auch ein Chancenplus zu verzeichnen. Damit stehen mit Bayern und Werder die beiden erfolgreichsten Klubs der Pokalgeschichte im Endspiel (Bayern 14 Titel, Werder 6).
Werder Bremen steht bereits als erster Finalteilnehmer des DFB-Pokals fest - und dies könnte durchaus Auswirkungen auf die internationalen Startplätze in der Saison 2010/11 haben. Da zudem Schalke 04 oder der FC Bayern in das DFB-Pokalfinale einziehen und der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg im Viertelfinale der Europa League stehen, könnten im Maximalfall bis zu sieben Vereine international verteten sein.
Werder Bremen steht zum zehnten Mal im Finale des DFB-Pokals und greift dort nach dem siebten Titel. Der Bundesligist setzte den FC Augsburg von Anfang an gehörig unter Druck und verdiente sich die Führung, die kurz vor und kurz nach der Pause allerdings ins Wanken geriet. Letztlich war der Favorit aber cleverer als der Zweitligist, machte in der Schlussphase den Deckel auf die Partie und blieb somit auch im 34. Pokalheimspiel in Folge ungeschlagen.
In einem über weite Strecken stark von der Taktik geprägten Duell bezwang der FC Schalke 04 dank einer abgezockten Vorstellung zu einem 1:0-Erfolg über den VfL Osnabrück und zieht damit in Halbfinale des DFB-Pokals ein. Die Knappen bleiben damit zum achten Mal in Serie ungeschlagen, während die Erfolgsgeschichte des Drittligisten nach zuletzt sieben unbezwungenen Partien in Folge ein Ende fand.
Der FC Bayern München steht dank eines letztlich klaren 6:2-Erfolgs im Halbfinale des DFB-Pokals, hatte mit der SpVgg Greuther Fürth allerdings lange Zeit deutlich mehr Probleme als es das Resultat vermuten lässt. Besonders vor der Pause fiel den Münchnern nichts ein, während der Zweitligist immer wieder gefährlich konterte und zur Pause sogar von der Sensation träumen durfte. Nach dem Wechsel drehten die Bayern allerdings auf und machten binnen weniger Minuten alles klar.
In einer denkwürdigen Partie hat sich Zweitligist FC Augsburg mit einem 2:0-Erfolg über den 1. FC Köln erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals gesichert. Doch nicht die Torschützen, sondern Schiedsrichter Kinhöfer stand im Mittelpunkt der Partie: Mit Chihi, Podolski und Petit verwies er gleich drei Kölner Spieler des Feldes.
In einem trotz widriger Bedingungen unterhaltsamen und phasenweise auch technisch anspruchsvollen Viertelfinalduell setzte sich der SV Werder Bremen letztlich verdient gegen 1899 Hoffenheim durch. Die Norddeutschen gestalteten damit den 33. Heimauftritt im DFB-Pokal in Serie siegreich. Bremen war insgesamt das offensivstärkere Team und hatte auch dann eine Antwort parat, als die Kraichgauer in einer von den Jokern geprägten Phase der Partie zum zwischenzeitlichen Ausgleich kamen.
