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In der Liga geht dem französichen Meister offensichtlich der Sprit aus - doch in der Champions League hat Girondins Bordeaux das Halbfinale fest im Visier. Am Mittwoch treten die Spieler von Laurent Blanc zu Hause gegen Olympiakos Piräus an. Mit einem 1:0-Vorsprung im Rücken. "Die vier Halbfinalisten waren zuletzt oft dieselben. Aber es kann immer eine Überraschung geben, und die kann diesmal unser Klub sein", so Blanc.

Hängende Köpfe beim FC Sevilla. ZSKA Moskau hat trotz der schlechten Ausgangslage nach dem Hinspiel (1:1) überraschend das Viertelfinale der Champions League erreicht. Im Estadio Pizjuan wussten die Andalusier nie wirklich zu überzeugen, auch die zu erwartende Schlussoffensive blieb aus. Die ausschlaggebende Situation ereignete sich in der 55. Minute - ausgerechnet der routinierte Sevilla-Keeper Andres Palop leistete sich den spielentscheidenden Patzer.

In einer intensiven Partie machte Inter an der Stamford Bridge das Viertelfinale nahezu mühelos perfekt. Die taktisch ausgebuffte und technisch bessere Mourinho-Elf geriet beim uninspirierten FC Chelsea nur selten in Gefahr. Die Lombarden hielten die Blues im ersten Durchgang gut in Schach, übernahmen mit zunehmender Dauer immer mehr das Kommando und beseitigten zehn Minuten vor Schluss alle Zweifel am Weiterkommen.

Nach Bayern, Arsenal, ManUnited und Lyon stehen seit heute Abend auch Inter Mailand und ZSKA Moskau im Champions-League-Viertelfinale. Für Inter-Coach José Mourinho wurde das Gastspiel in Chelsea an der Stamford Bridge, seiner alten Wirkungsstätte, zum Triumphzug. Trauer dagegen in Sevilla, das nach einem Patzer von Torhüter Palop raus ist. Mittwoch träumt Stuttgart von der Sensation in Barcelona, Bordeaux hat gegen Olympiakos alle Trümpfe in der Hand.

Rein theoretisch würde dem FC Barcelona im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwochabend (20.45 Uhr) gegen den VfB Stuttgart auch ein torloses Remis zum Weiterkommen reichen. Doch Barça-Coach Josep "Pep" Guardiola wird gegen die Schwaben ganz auf Angriff setzen. Die Stuttgarter selbst sehen sich nicht chancenlos im Camp Nou.

Sie bemühen sich, die Erwartungen nicht zu groß werden zu lassen. "Wir haben eine Mini-mini-Chance", erklärt Horst Heldt im Hinblick auf das Rückspiel des VfB Stuttgart beim FC Barcelona. Egal, wie sehr die Katalanen zuletzt auch geschwächelt, egal, wie nah sie in Stuttgart am Rand einer Niederlage gestanden haben. Der Vorstand Sport sieht den spanischen Vorzeigeklub weiterhin in der uneingeschränkten Favoritenrolle.

Thierry Henry schob in den vergangenen Tagen mehrere Sonderschichten im Training. Über den seit Saisonbeginn in einer hartnäckigen Formkrise steckenden Franzosen war bereits gemutmaßt worden, er habe sich mit einem Reservistendasein bei VfB-Gegner Barça abgefunden und konzentriere sich nur noch auf seine Rolle in der französischen Auswahl beim kommenden WM-Turnier in Südafrika.

Über 250 Millionen Euro gab Florentino Perez im Sommer für neue Spieler aus. Doch auch Cristiano Ronaldo, Kaka und all die anderen konnten nicht verhindern, dass Real Madrid zum sechsten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League scheiterte. Das oberste Saisonziel, das Erreichen des Endspiels im Bernabeu-Stadion am 22. Mai, muss damit vorzeitig zu den Akten gelegt werden. Auf Coach Manuel Pellegrini kommen schwere Zeiten zu.

Real Madrid kam am Mittwoch gegen Olympique Lyon nicht über ein 1:1 hinaus und schied damit zum sechsten Mal in Folge im Achtelfinale aus. Dagegen spazierte Manchester United mit dem 4:0 über Milan förmlich eine Runde weiter. Während der FC Arsenal dem FC Porto am Dienstag mit 5:0 keine Chance ließ, wurde es für die Bayern in Florenz eine richtige Zitterpartie. Robben war der Matchwinner aus Münchner Sicht.

Manchester United gewann in souveräner Art und Weise gegen den AC Mailand mit 4:0 und steht somit hochverdient im Viertelfinale der Champions League. Einmal mehr spielte sich dabei Wayne Rooney in den Vordergrund, der die Rosseneri fast im Alleingang aus dem laufenden Wettbewerb warf.

Lyon überraschte Real - die Puel-Schützlinge zeigten nach verschlafenem ersten Durchgang, in dem das zunächst schwungvolle Madrid höher hätte führen müssen, nach Wiederanpfiff ein völlig anderes Gesicht. Olympique eroberte immer mehr Spielanteile und erzielte gegen kraftlose Madrilenen den verdienten Ausgleich, der das Viertelfinale bedeutete.

Am 19. März um 12 Uhr wird es spannend für den FC Bayern. Die bereits qualifizierte Truppe von Trainer Louis van Gaal blickt dann gespant nach Nyon, wo die Auslosung für das Viertelfinale und auch für das Halbfinale der Champions League über die Bühne geht. Eine Stunde später steht dann die Auslosung für Viertelfinalbegegnungen der Europa League auf dem Programm.

Nur eine halbe Stunde stand Mario Gomez im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals beim AC Florenz (2:3) auf dem Feld. Dann war Schluss für den Bayern-Angreifer. Gomez verließ humpelnd den Platz, der 24-Jährige erlitt einen Muskelfaserriss in der Wade. Bei den kommenden Liga-Aufgaben wird er wohl von Miroslav Klose vertreten, der auch im Stadio Artemio Franchi eingewechselt wurde.


In einem stark vom Wetter beeinflussten Spiel unterlag der FC Bayern München beim AC Florenz mit 2:3, zieht aber dank eines mehr geschossenen Auswärtstores ins Viertelfinale ein. Lange Zeit hatten die Münchner dabei schlecht ausgesehen, lagen sogar zweimal mit zwei Treffern zurück, bewiesen am Ende aber große Moral und hatten in Robben den entscheidenden Mann auf dem Feld. Dennoch endete die Erfolgsgeschichte des FCB von zuletzt 18 ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie.

In einer enorm tempo- und höhepunktreichen Partie besiegte der FC Arsenal den FC Porto deutlich mit 5:0 und löste mit diesem Offensiv-Spektakel das Ticket für die Runde der letzten Acht souverän. Nach der 2:0-Pausenführung der "Gunners" agierte Porto in Durchgang zwei mutiger und stand vor dem Anschlusstreffer, der die Verlängerung bedeutet hätte. Ein Doppelschlag der Londoner besiegelte dann aber die Niederlage der Portugiesen, ehe Bendtner unmittelbar vor dem Schlusspfiff auch noch seinen dritten Treffer nachlegte.

Inter Mailand fährt mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel an die Stamford Bridge, verpasste aber eine günstigere Ausgangsposition, weil Keeper Julio Cesar patzte. Die Londoner waren über weite Strecken der Begegnung das tonangebende Team, ließen sich jedoch zweimal von sehr effizienten Italienern überraschen und müssen nun im Rückspiel kommen.

Der FC Sevilla hat sich durch eine höchst effiziente Vorstellung eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Bei über weite Strecken feldüberlegenen Russen reichte den Spaniern eine gute Chance gepaart mit einer ordentlichen Defensivleistung, um ein 1:1 zu ergattern. Moskau hatte Probleme, in den Strafraum vorzudringen, kam dennoch zu einem Chancenplus und scheiterte letztlich an der Abschlussschwäche von Necid.

Der griechische Abonnement-Meister Olympiakos Piräus kassierte im 200. Europacupspiel der Vereinsgeschichte eine am Ende unglückliche, aber insgesamt nicht unverdiente 0:1-Heimniederlage gegen Girondins Bordeaux und braucht eine gehörige Leistungssteigerung im Rückspiel am 17. März, um doch noch ins Viertelfinale einziehen zu können.

Stuttgart musste sich in einer vor allem vor der Pause temporeichen Partie gegen Barcelona mit einem Remis begnügen. Nach brillianter Vorstellung im ersten Durchgang, in dem für den laufstarken VfB mehr drin war als die knappe Führung, schlugen die unterkühlten Spanier bald nach Wiederanpfiff zurück und freundeten sich gegen nachlassende Schwaben schnell mit dem Ergebnis an.


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