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Bochums Mittelfeldspieler Milos Maric ist vom DFB-Sportgericht für seine Rote Karte im Spiel gegen Borussia Dortmund für drei Spiele gesperrt worden. Maric war für einen Schlag gegen seinen Gegenspieler Blaszczykowski von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) des Feldes verwiesen worden. Stark hatte die Aktion in seinem Bericht nicht als Tätlichkeit, sondern nur als grobe Unsportlichkeit vermerkt. Das Sportgericht folgte dieser Einschätzung.

Der Deutsche Fußball-Bund hat den 1. FC Köln wegen des wiederholten fehlerhaften Verhaltens der FC-Fans zur mündlichen Verhandlung in die Verbandszentrale nach Frankfurt/Main gebeten. Insgesamt fünf Auswärtsspiele der Rheinländer sind betroffen, vier in der Liga und eines im Pokal. Vor dem Rheinderby am Freitag gegen Mönchengladbach fordern beide Klubs die Anhänger zum "absoluten Verzicht auf Gewalt" auf.

Was der kicker bereits im Dezember exklusiv vermeldete, ist nun auch offiziell bestätigt: Lars Stindl wechselt zur kommenden Saison vom Karlsruher SC zu Hannover 96. Die Niedersachsen gaben am Dienstag bekannt, dass der 21-jährige Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2013 erhält. Der Vertrag gilt sowohl für die erste als auch die zweite Liga. Im Februar hatte Stindl bereits seinen Abschied vom KSC angekündigt.

Wie ein Damoklesschwert schwebten seit Wochen die drohenden Gelbsperren von Maik Franz, Patrick Ochs und Selim Teber über der Eintracht. Die Angst ging um, dass zwei der drei Stammkräfte gleichzeitig gesperrt sind. Nun sind es ausgerechnet gegen den FC Bayern alle drei. Die Stunde der Ersatzspieler wird schlagen, US-Nationalspieler Ricardo Clark steht vor seinem Debüt im deutschen Oberhaus.

Nationalspieler Stefan Kießling hat seinen Vertrag bei Bayer Leverkusen vorzeitig bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Dies melden die Rheinländer auf ihrer Internetseite. Der bisherige Kontrakt des derzeit Führenden der Bundesliga-Torschützenliste hatte Gültigkeit bis 2012. Seit 2006 spielt der ehemalige Nürnberger, der sich Hoffnungen auf einen Platz im WM-Kader macht, für die Werkself.

Er hat es selbst als Spieler und Manager erlebt und weiß deshalb, wovon er spricht. "In den letzten Wochen entscheiden im Abstiegskampf nur die Köpfe und der Glaube an sich selbst", betont Jörg Schmadtke, "wir sind dabei, das hinzubekommen." Schmadtke spürt die Veränderung in den Köpfen, achtet auch auf die Köpfe. "Die waren doch vor zwei Wochen noch alle unten", so der 45-Jährige.

Die Zeit bei der Berliner Hertha wird Florian Kringe nicht als die glücklichste in seiner Laufbahn abspeichern. Während der Traditionsverein nach dem 1:2 gegen Nürnberg der Zweiten Liga entgegentaumelt und das Olympiastadion am Samstag Schauplatz chaotischer Fanausschreitungen war, steht der von Borussia Dortmund ausgeliehene Mittelfeldspieler vor einer abermaligen Zwangspause.

Wie sehr die kleine Durststrecke an ihm genagt haben muss, verdeutlicht, dass Lucas Barrios (25) sogar von "vier Spielen ohne Tor" sprach. Tatsächlich waren es nur drei (Bayern, Hannover, Gladbach), die ohne statistisch relevante Beteiligung von "La Pantera", dem Panther, zu Ende gingen. Es war ein kleines Formtief, in dem der BVB-Angreifer steckte, und so schnell, wie es heranflog, verschwand es auch wieder.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat Aristide Bancé vom 1. FSV Mainz 05 wegen einer Tätlichkeit für drei Meisterschaftsspiele aus dem Verkehr gezogen. Der Stürmer hatte sich im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (1:0) heftig zur Wehr gesetzt, als sein Gegenspieler Geromel ihn umklammerte. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt.

Die jüngsten Vorfälle in Berlin werden aller Voraussicht nach Konsequenzen nach sich ziehen, die nicht nur die Gewalttäter selbst betreffen, sondern auch die Situation der friedlichen Fans verschlechtern könnten. Dies sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn in einem Interview auf der Verbands-Website. Michael Gabriel von der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), warnte dagegen vor "undifferenzierten Strafen".

Nach sechs Spielen ohne Sieg und angesichts der jüngsten Erfolge der Kellerkinder Nürnberg und Hannover rückt die Abstiegszone aus Sicht des 1. FC Köln bedrohlich nahe. Nicht nur das reine Resultat - mit 0:1 ging das "Karnevalstreffen" am Bruchweg in die Binsen - stimmt bedenklich. Die nahezu peinliche Vorstellung der Soldo-Elf, die rund 60 Spielminuten in Überzahl agierte, schreit förmlich nach einer Reaktion im kommenden Derby gegen Gladbach.

Thomas Tuchel sagt, was Mainz auszeichnet, in dieser Saison so besonders macht: "Die Jungs bringen eine außergewöhnliche Mentalität auf den Platz!" Was Mainzer Mentalität bedeutet, zeigte die unglaubliche Energieleistung beim Heimsieg gegen Köln. Der knappe Vorsprung wurde mit letzter (Willens)-Kraft verteidigt.

Die Enthüllungen um Macht und Sex auf Spitzenebene des Schiedsrichterwesens haben eins bewirkt: Der DFB muss sich neu sortieren und orientieren. Präsident Dr. Theo Zwanziger, in dieser Affäre ein schlechter Krisenmanager, aber zu Recht nicht das Opfer schlüpfriger Geschichten, will nicht mehr als Hansdampf durch alle Gassen brausen.

Was wäre so ein Samstag ohne einen klitzekleinen emotionalen Ausbruch von Louis van Gaal? Diesmal wurde der Trainer damit konfrontiert, dass Arjen Robben ja derzeit wohl die Lebensversicherung des FC Bayern sei. Van Gaal nervt nach einem Spiel aber nur eines mehr als nervige Fragen: Wenn Reporter meinen, gar nichts fragen, sondern ihm ihre Meinung mitteilen zu müssen. Also regte sich der Holländer mal wieder auf.

Das Topspiel zwischen Leverkusen und dem HSV entschied Toptorjäger Kießling für die Werkself. In Sinsheim entführten zuvor die Bremer durch Pizarro die Punkte. Bayern siegte am Samstag dank Robben und verteidigt gegenüber Schalke, das bereits am Freitag Stuttgart bezwang, die Tabellenführung. Nach dem 1:2 im Kellerduell gegen Nürnberg gehen in Berlin langsam, aber sicher die Lichter aus. Hannover siegte gegen Frankfurt.

In einer intensiven und temporeichen Partie sicherte sich Leverkusen gegen Hamburg einen verdienten Erfolg. Nach der Führung hatte Bayer im ersten Durchgang Vorteile, kassierte aber in einer eigenen Drangperiode den unnötigen Ausgleich. Nach Wiederanpfiff machte die Heynckes-Elf mächtig Dampf, nutzte Abwehrfehler der Hanseaten gnadenlos aus und ist zurück im Rennen um die Meisterschaft.

Die Bundesliga-Saison 2009/10 biegt auf die Zielgerade ein. Die Spannung im Titelrennen steigt, zumal die kommenden Spieltage mit echten Spitzenspielen gespickt sind. Auch das Rennen um die internationalen Plätze spitzt sich weiter zu. Und im Keller sind neben den üblichen Verdächtigen plötzlich auch Köln und Bochum wieder in der Verlosung. Mit dem Tabellenrechner können Sie die Saison schon mal zu Ende tippen.

Ein typisches 0:0-Spiel ohne große Höhepunkte endete dank der Effizienz der Bremer mit einem knappen Auswärtssieg der Werderaner in Hoffenheim. Claudio Pizarro machte in seinem 100. Bundesliga-Spiel für Werder den einzigen Treffer des Tages. Die Krise bei der TSG geht dagegen weiter, auch wenn die Kraichgauer in Sachen Aufwand und Engagement ebenbürtig waren.

Dass Ruud van Nistelrooy trotz seiner 33 Jahre noch nicht zum alten Eisen gehört, hat er schon mehrfach bewiesen. Wie der Niederländer nun ankündigte, wird Hamburg aber seine letzte Station sein. "Das habe ich vor. Ich komme hier nicht her, um zwei, drei Jahre wie auf einer Abschiedstournee zu spielen. Ich will nicht abkassieren", betonte er gegenüber der "Bild am Sonntag". Nebenbei überschüttete der Superstar den deutschen Fußball und die Liga geradezu mit Lob.

Hertha-Manager Michael Preetz hat am Tag nach den Krawallen im Anschluss an die 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg Kritik am Vorgehen des Sicherheitsdienstes und der Polizei zurückgewiesen. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt, die DFL reagiert mit "Betroffenheit". Friedhelm Funkel bleibt weiterhin Trainer der Hauptstädter.


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