Der Aufstand der Kellerkinder am 26. Spieltag geht weiter. Der SC Freiburg führt zur Pause durch Makiadi beim FC Bayern München in Führung. Sollte das Ergebnis bis zum Schlusspfiff Bestand haben, wäre der FC Schalke 04 neuer Spitzenreiter. Bayern hatte in der Anfangsphase deutlich mehr Spielanteile und Ballbesitz, konnte sich gegen die Breisgauer aber nicht entscheidend durchsetzen.
Nach der Last-Minute-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg kam es für Hertha BSC knüppeldick. Rund 100 Chaoten stürmten nach Schlusspfiff den Innenraum des Berliner Olympiastadions und machten sich auf den Weg in Richtung Spielerkabinen. Die Randalierer waren zum Teil mit Fahnenstangen oder Latten bewaffnet. Erst nach mehreren Minuten konnte die Lage beruhigt werden.
Deutschlands Nordische Kombinierer wiederholten mit dem dritten Rang beim Weltcup-Teamwettbewerb in Oslo ihre Platzierung bei der Mannschaftsentscheidung der Olympischen Winterspiele von Vancouver. Das deutsche Quartett mit Georg Hettich, Johannes Rydzek, Eric Frenzel sowie Tino Edelmann war nach dem Springen mit knapp 30 Sekunden Vorsprung in den 4xFünf-Kilometerlauf gelangen, ließ diesen aber auf der Loipe liegen. So jubelte Norwegen, Zweiter wurde Olympiasieger Österreich.
Nach der Heimniederlage gegen Kiel will Gummersbach heute Abend zurück in die Europacup-Spur. Hannover-Burgdorf hat in eigener Halle schon für manche Überraschung gesorgt - klappt's auch gegen die Füchse? Göppingen träumt von der Champions League, ein Sieg gegen Wetzlar ist da Pflicht. Das Spitzenduo ist Sonntag im Einsatz. Hamburg gastiert in Melsungen, den THW erwartet in Lemgo eine schwierige Aufgabe.
Während der eine Spanier als Erster über die Ziellinie fuhr, verteidigte der andere sein Gelbes Trikot bei der 68. Auflage der Fernfahrt Paris-Nizza. Xavier Tondo (Cervelo) jubelte im Zielort Tourrettes-sur-Loup, nach 220 Kilometern Fahrt hatte er die Verfolger um den Gesamtführenden Alberto Contador hinter sich gelassen. Der Tour-de-France-Sieger in Diensten des kasachischen Radrennstalls Astana hat 14 Sekunden Vorsprung auf Alejandro Valverde.
Der 30. Spieltag sah die Tottenham als ersten Sieger. Die Redknapp-Elf gewann gegen Blackburn und unterstreicht die Ambitionen auf Platz 4. Chelsea mühte sich gegen West Ham, siegte am Ende aber mit 4:1. Die Blues übernehmen damit vorerst Platz 1. Die Wolves jubeln im Abstiegskrimi bei Burnley. Arsenal spielt am Abend in Hull, am Sonntag will ManUnited eine Antwort im Titelrennen geben.
In Berlin gehen langsam, aber sicher die Lichter aus. Die Berliner verloren das Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:2 und taumeln Richtung 2. Liga. Hannover siegt gegen Frankfurt, bleibt aber unter dem Strich. Dortmund verteidigt seinen internationalen Startplatz, Wolfsburg setzt seine Aufholjagd fort. Am Abend empfängt der FC Bayern Freiburg und kann sich die Tabellenspitze von Schalke, das am Freitag gegen den VfB gewann, zurückholen.
Einen Tag nach der Eröffnung der 13. Hallen-Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha sicherte Ralf Bartels dem deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) das erste Edelmetall. Der Neubrandenburger steigerte im Finaldurchgang seine persönliche Bestleistung (20,91 Meter) aus dem Vorkampf noch einmal und durfte sich letztlich über Bronze freuen. Gold verbuchte der US-Amerikaner Christian Cantwell, Silber ging an Andrej Michnewitsch aus Weißrussland.
Jenny Wolf hat beim Weltcup-Finale im niederländischen Heerenveen den 50. Weltcup-Sieg in ihrer Karriere gefeiert und sich damit in den Geschichtsbüchern des Eisschnelllaufs verewigt. Vor ihr hatten nur die Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann (98), Bonnie Blair aus den USA (69), der Kanadier Jeremy Wotherspoon (67) und Anni Friesinger-Postma (59) die magische Grenze von 50 Weltcup-Siegen überschritten.
Die Spitzenteams der Dritten Liga hatten am 28. Spieltag so ihre Probleme. Weder Spitzenreiter VfL Osnabrück, noch die Verfolger FC Ingolstadt und Offenbacher Kickers konnten ihre Spiele für sich entscheiden. Und so rückt Braunschweig dank eines 1:0-Sieges über Unterhaching näher heran. Die spielfreien Heidenheimer sind der heimliche Gewinner des Samstags. Auch die ambitionierten Auer kamen nicht zum Zug. Insgesamt fanden nur vier Spiele statt.
Im Duell der ehemaligen Bundesligisten konnte der Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken ein knappes 2:1 gegen Waldhof Mannheim verbuchen. FCS-Verfolger Lotte gewann in Düsseldorf, zudem jubelte Rot-Weiss Essen in Köln. Bochum gewann das Derby bei den Schalkern mit 1:0. Im Süden feierte Hessen Kassel einen Kantersieg gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Die deutschen Biathlon-Herren wollten nach dem Debakel von Vancouver beim Sprint im finnischen Kontiolahti für Furore sorgen - dies gelang allerdings nur Arnd Peiffer. Der verpasste beim Sieg des Russen Iwan Tscheressow das Podium nur knapp und musste sich mit Rang vier begnügen. Michael Greis dagegen, bei Olympia noch der einzig stabile DSV-Biathlet, erlebte einen schwarzen Tag.
Evi Sachenbacher-Stehle hat ihre gute Form beim Weltcup der Skilangläuferinnen am Samstag in Oslo bestätigt und im Skisport-Mekka am Holmenkollen über 30 Kilometer einen hervorragenden fünften Platz belegt. Den Sieg ließ sich Marit Björgen bei ihrem Heimrennen nicht nehmen. Auch bei den Männern gab es einen norwegischen Erfolg, auch da setzte sich mit Petter Northug der Olympiasieger durch.
Rückenprobleme zwingen Nationalspieler Mesut Özil zu einer Pause. Der Regisseur des SV Werder Bremen wird am Sonntag (15.30 Uhr) beim Auswärtsspiel der Hanseaten bei 1899 Hoffenheim nicht mit von der Partie sein. Trainer Thomas Schaaf ließ am Samstag noch offen, wie lange Özil fehlen wird. Philipp Bargfrede könnte die Lücke in der Startformation füllen, Aaron Hunt die Rolle des Spielmachers übernehmen.
Deutschlands Hockey-Herren haben den WM-Hattrick verpasst. Im Endspiel der Weltmeisterschaft in Indien verlor die verjüngte Auswahl von Bundestrainer Markus Weise am Samstag in Neu das Endspiel gegen Turnier-Favorit Australien knapp mit 1:2 (0:1) und bezog damit die erste Niederlage bei einem WM-Championat seit dem 27. Februar 2002.
Nach zehn Spielen ohne Niederlage hat Augsburg beim KSC am Samstag mal wieder eine Niederlage kassiert. Auch Düsseldorf verlor beim FSV Frankfurt, der vorerst aus der Abstiegszone klettert. Großer Gewinner könnte am Sonntag St. Pauli werden, das gegen RWO jedoch seinen Negativlauf beenden muss. Kaiserslautern ist gegen Cottbus dran. Koblenz gewann in Ahlen und gab die Rote Laterne zurück. Bielefeld verlor Spiel eins nach Gerstner in Aachen.
Die Hockey-Herren aus den Niederlanden haben sich bei der Weltmeisterschaft in Indien den dritten Platz gesichert.
Wie der Vater so der Sohne. Dieses Motto galt bei den Neureuthers in diesem Skin-Winter schon einmal, als Felix Neureuther im Slalom in Kitzbühel triumphierte. Nun wiederholte er den Erfolg und gewann auch am heimischen Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen. In einer Gesamtzeit von 1:43,63 Minuten schob sich Neureuther mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch von Rang fünf ganz nach vorne.
Die beste Slalom-Fahrerin dieses Winters heißt Maria Riesch. Die Partenkirchenerin krönte in ihrem Heimatort eine grandiose Saison, die von zwei Olympiasiegen in Vancouver getoppt wird. Am Samstag reichte Riesch Rang drei beim Tanz durch den Stangenwald, um mit insgesamt 493 Disziplin-Punkten die Österreicherin Kathrin Zettel (490) knapp hinter sich zu lassen. "Das war Riesenglück", atmetete Riesch nach der Entscheidung erleichtert auf.
