Es war wohl die Rache für die ständigen Überfälle: In einem britischen Massengrab hatten Archäologen Dutzende enthauptete Knochen gefunden. Nun sind sie sich sicher: Es waren Wikinger und sie wurden von den Angelsachsen hingerichtet.

Ein geologisches Phänomen sorgt in Thüringen für Aufregung: Vielerorts reißt der Boden auf, metergroße Krater entstehen. Sogenannte Erdfälle sind diesen Winter extrem häufig - und niemand weiß, wo sich das nächste Loch auftut.

Die Schweinegrippe ist gekommen und gegangen - ohne Millionen Tote zu hinterlassen. Pharmakonzerne haben Milliarden auf Kosten der Steuerzahler verdient, Mediziner, Politiker und Medien stehen blamiert da. Was die Welt aus der Hysterie lernen sollte.

Für den Pharmakonzern Roche ist Avastin ein Blockbuster im Kampf gegen mehrere Krebsarten. Bald sollte es auch gegen Prostatakarzinome zum Einsatz kommen. Eine klinische Studie hat jetzt gezeigt: In diesem Fall hilft das Medikament nicht. Aber auch der Pharma-Riese Pfizer hat Studienziele verfehlt.

Die Vorbereitung läuft mit der Wucht einer ungeheuren Maschine: Bald soll die Ostseepipeline im Greifswalder Bodden verlegt werden. Das aber könnte das Laichen der Heringe bedrohen. Wissenschaftler plädieren für einen Aufschub, Umweltschützer ziehen wegen der Belastung der Ökosysteme vor Gericht.

Am 15. Februar war ein Mitglied der Walschutz-Organisation Sea Shepherd an Bord eines japanischen Walfängers gesprungen. Nun wurde der Neuseeländer Peter Bethune von der japanischen Küstenwache festgenommen.

Eine gigantische Impfkampagne sollte der Schweinegrippe Einhalt gebieten - vor allem die Pharmaindustrie schürte die Angst vor dem Virus. Am Ende entpuppte sich die Aufregung als teure Überreaktion auf einen eher harmlosen Erreger. SPIEGEL-Redakteure rekonstruieren, wie es zu der Hysterie kommen konnte.

Es war der größte Arzneimittelskandal der Geschichte - seit dem Contergan-Desaster in den sechziger Jahren rätseln Forscher über die schädliche Wirkung der Substanz Thalidomid. Jetzt haben sie einen wichtigen Teil des gefährlichen Mechanismus entschlüsselt. Und setzen neue Hoffnung auf den Stoff.

Wer auf den Geruch frischgebackenen Brotes nicht reagiert, könnte ein Diabetes-Problem bekommen: Bei einer Erbgut-Studie stellte sich heraus, dass die gleichen Genveränderungen, die den Körper auf eine leckere Mahlzeit vorbereiten, auch mit der Zuckerkrankheit in Verbindung stehen.

Wie ein gigantischer Banksafe für das Leben funktioniert der Saatguttresor auf Spitzbergen. Nun liegen ein Drittel der weltweit vorhandenen Varianten von Kulturpflanzensamen im arktischen Lager - mehr als irgendwo sonst.

Der Klimarat der Vereinten Nationen kommt auf den Prüfstand. Ein Zusammenschluss nationaler Wissenschaftsakademien, der InterAcademy Council, soll Empfehlungen für die künftige Arbeit des Gremiums aufstellen. Ob die Vorschläge aber umgesetzt werden, entscheidet der Klimarat selbst.

Bisher wurden nur wenige menschliche Genome entziffert, nun haben Wissenschaftler den Erbgut-Code einer ganzen Familie ausgelesen und miteinander verglichen. Die DNA-Sequenzen von Eltern und Kindern hielten einige Überraschungen parat.

Im Untersuchungsausschuss zum Atommülllager Asse hat Sigmar Gabriel schwere Vorwürfe gegen die Atomindustrie erhoben. Der SPD-Chef sprach von einer "skandalösen Billig-Entsorgung" strahlenden Mülls. Zudem warnte er vor einem Scheitern bei der Suche nach einem Endlager.

Es könnte ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Behandlung von Muskelerkrankungen sein: Forscher haben geklärt, welche der 12.000 Gene der Taufliege bei der Muskelentwicklung eine Rolle spielen. Es sind fast ein Viertel der Gene - Teile des Erbguts ähneln dem des Menschen.

Sie sind Freunde - und sie liegen weit vorn in der Alzheimer-Forschung. Christoph Hock und Roger Nitsch sind zuversichtlich, bald eine wirksame Therapie gegen die Krankheit zu finden. Sie wollen die gefährlichen Plaques mit einer Impfung bekämpfen.

Es könnte doch noch Rettung geben für den vom ansteckenden Gesichtskrebs bedrohten Tasmanischen Teufel: Wissenschaftler haben nun bei einigen Tieren Veränderungen im Erbgut entdeckt, die sie resistent gegenüber der Krankheit machen könnten.

Männer sind im hohen Alter fast doppelt so häufig sexuell aktiv wie Frauen. Das ist das Ergebnis einer neuen US-Studie. Zudem wirkt sich gute Gesundheit dramatisch auf Häufigkeit und Qualität des Sex sowie die Dauer der sexuellen Lebensaktivität aus.

Hat er ernste Absichten, oder lässt er einfach nur den Macho raushängen? Orang-Utan-Weibchen können anhand der Tonfrequenz des Gebrülls erkennen, ob ein Männchen liebestoll ist oder Rivalen abschrecken will. Nur auf ernstgemeinte Avancen reagieren die Weibchen dann.

Amüsanter Versuch, verblüffende Resultate: Taucht man eine Hand in Eiswasser, kommt es zu Stressreaktionen. Danach sollten 50 Männer Fotos von nackten Frauen beurteilen. Sie bevorzugten andere Frauen als ungestresste Probanden. Die Gründe liegen mal wieder in den Genen, glauben Forscher.

16.000 Lichtjahre von der Erde entfernt umkreisen zwei Sterne einander in nur 5,4 Minuten. Damit hält der Doppelstern HM Cancri einen neuen astronomischen Rekord. Und noch andere außergewöhnliche Eigenschaften haben Astronomen bei den zwei Weißen Zwergen beobachtet.


© 2009 - spide.net