US-Drohnen haben im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan mutmaßliche Aufständische angegriffen. Bei der Militäraktion kamen pakistanischen Angaben zufolge mindestens sieben Menschen ums Leben.

Der Verteidigungsminister macht Tempo: Karl-Theodor zu Guttenberg will die Verkürzung der Wehrpflicht vorziehen. Einem ARD-Bericht zufolge soll der Dienst bereits zum 1. Oktober von neun auf sechs Monate schrumpfen - im Koalitionsvertrag ist bisher 2011 vorgesehen.

Ein feudales Essen in Istanbul, Anreise inklusive: Aus ganz Europa lud Premier Erdogan türkischstämmige Politiker ein, um sie zu mehr politischer Aktivität in ihrer neuen Heimat zu ermuntern - gegen eine Assimilierung der Türken. Teilnehmer aus Deutschland reagierten empört.

Jeden Tag werden neue Fälle im Missbrauchsskandal bekannt, Kirche und Gläubige sind tief verunsichert. Doch auch die Politik reagiert hilflos, beschäftigt sich vor allem mit sich selbst. Vor allem die Kanzlerin hält sich auffallend zurück.

Erneut Gewalt im Nahen Osten: Die radikale Palästinenserorganisation Hamas rief einen "Tag des Zorns" aus, Ausschreitungen erschütterten mehrere Städte. US-Politiker bemühen sich, den Streit mit Israel wegen des Siedlungsbaus in Ost-Jerusalem zu entschärfen.

Die zweite Runde der französischen Regionalwahl dürfte für Präsident Sarkozy zum Debakel werden. Die linken Gegner seines Regierungsbündnisses haben sich auf breiter Ebene zusammengeschlossen. Ein Sieg der konservativen UMP erscheint nur noch in einer einzigen Region möglich.

Die EU-Länder wollen Griechenland aus der Schuldenfalle retten. Strittig ist aber, was die Finanzminister eigentlich bei ihrem Treffen vereinbart haben. Einige Länder und die EU sprechen von bilateralen Hilfen für den Schuldensünder - aber Finanzminister Schäuble will davon nichts wissen.

Es ist eine peinliche Nabelschau: Vor dem Kunduz-Ausschuss erklären zwei Spitzen-Militärs die internen Abläufe am Tag nach dem umstrittenen Bombardement auf zwei Tanklastzüge. Ihre Aussagen legen erhebliche Schwächen an der Spitze der Truppe offen.

Die designierte Linkspartei-Chefin Lötzsch sieht sich einer unangenehmen Diskussion über ihren Mann Ronald ausgesetzt: Der Sprachwissenschaftler soll bis in die achtziger Jahre hinein für die Stasi gespitzelt haben. Sie hatte ihn stets als Opfer des SED-Staates dargestellt.

Sie ziehen mit zu wenig Ärzten in den Einsatz, ihre Ausrüstung ist veraltet, die Führung bürokratisch: Der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe malt ein düsteres Bild vom Zustand der Bundeswehr. Sein Bericht ist ein Alarmruf - vor allem für Verteidigungsminister zu Guttenberg.


Die SPD hat erste Korrekturen an den Hartz-Reformen vorgelegt - doch Juso-Chefin Drohsel gehen die Vorschläge nicht weit genug. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview fordert sie, auch vom Kern der Agenda 2010 abzurücken: "Ein-Euro-Jobs und Sanktionen gegen Erwerbslose gehören abgeschafft."

Der Anwalt Gao Zhisheng gilt als unbequem für Chinas Führung, er setzte sich immer wieder für politisch Verfolgte ein. Doch seit einem Jahr ist er verschollen. Auch auf internationale Proteste reagierte Peking nicht - und gab jetzt nur bekannt, dass Gao zu drei Jahren Haft verurteilt wurde.

Tausende Demonstranten haben in Thailand ihr Blut für eine symbolische Aktion gespendet: Ihre Anführer kippten Hunderte Liter davon vor die Türen des Regierungssitzes. Premier Abhisit sollte durch die roten Lachen waten müssen, um in sein Büro zu kommen. Doch dazu kam es nicht.

Noch nie waren sich Juden und Araber so einig wie im Angesicht der iranischen Bedrohung. Doch Israels Regierung ignoriert diese einmalige Konstellation, hintertreibt die Friedensverhandlungen - weil ihr der Status Quo im Nahen Osten ganz recht ist.

Der Afghanistan-Krieg setzt der Bundeswehr zu. Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten enthüllt: Die Ausrüstung ist zu schlecht, immer mehr Soldaten leiden unter psychischen Erkrankungen. Die Truppe solidarisiert sich außerdem mit Oberst Klein - der den umstrittenen Bombenbefehl von Kunduz gab.

Finanzminister Schäuble wehrt sich im Bundestag gegen Angriffe der Opposition: Die Rekordschulden von 80,2 Milliarden Euro seien notwendig, um die Krise zu bekämpfen. Die SPD wirft ihm "haushaltspolitische Geisterfahrt" vor.

Die SPD will mit ihren Hartz-IV-Korrekturen die Last der Vergangenheit abwerfen. Doch Union und Linke zerpflücken bereits die Vorschläge. Bundesarbeitsministerin von der Leyen warf den Sozialdemokraten vor, ihre Vorschläge seien nur "ein Blick zurück".

Israel verprellt die USA: Aus Ärger über den Siedlungsbau in Ost-Jerusalem hat der US-Gesandte Mitchell seine geplante Vermittlungsreise verschoben - nur Stunden vor den ersten Terminen. In der Stadt kam es zu Ausschreitungen.

Horst Köhler wollte ein "unbequemer" Präsident sein, doch bei wichtigen Themen bleibt er stumm. Missbrauch, Hartz IV, Euro-Krise - dazu kommt aus Schloss Bellevue kein Wort der Orientierung. Probleme hat er auch im eigenen Amt: Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf, wichtige Mitarbeiter gehen.


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