Arbeitsplätze sind rar und die Munitionsfabrik bisher ein notwendiges Übel. Doch nun sorgt man sich in Nassau an der Lahn: Seit der Übernahme des Pulverwerks durch einen brasilianischen Rüstungskonzern bestehen Zweifel an der Einhaltung des Kriegswaffenkontrollgesetzes.
Demonstranten fordern seinen Rücktritt, der Druck wächst nach der Love-Parade-Katastrophe - doch Duisburgs Oberbürgermeister Sauerland will nicht zurücktreten. Nun legt ihm auch CDU-Bundespolitiker Bosbach den Rücktritt nahe - er müsse die politische Verantwortung tragen.
Satellitenüberwachung statt Sicherungsverwahrung: Das Justizministerium plant offenbar, ehemalige Strafgefangene mit elektronischen Fußfesseln zu orten. Die High-Tech-Kontrolle soll nun auf Länderebene diskutiert werden.
Duisburgs Oberbürgermeisters Sauerland würde laut dem Steuerzahlerbund bei einem Rücktritt seine Beamtenpension verlieren. Die Linke will nun eine Abwahl des CDU-Politikers vorantreiben.
Der kriminellen Jugend ist nur mit strengerer Kontrolle beizukommen, glaubt Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. Er schließt sich nach den Festnahmen mehrerer Drogendealer im Teenie-Alter Forderungen nach geschlossenen Heimen an - die aktuelle Situation sei "unerträglich".
So schön kann Mallorca-Urlaub sein: Bundespräsident Wulff und Familie haben sich im Luxusanwesen ihres Freundes Carsten Maschmeyer entspannt. Natürlich, so betont das Präsidialamt, hat Wulff sich nicht einladen lassen. Doch ein Geschmäckle bleibt.
Manche Rücktritte sind überraschend - der des Duisburger Oberbürgermeisters sollte unausweichlich sein. Adolf Sauerland will seinen Posten trotz der Love-Parade-Katastrophe behalten. Und verkennt dabei, was politische Verantwortung wirklich bedeutet.
Sie leben am Rande der Gesellschaft, oft fehlt das Geld für das Allernötigste. Die Lage vieler Alleinerziehender in Deutschland ist dramatisch - wie sehr, belegen die Daten des neuen Mikrozensus. SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten Ergebnisse.
Hellmut Königshaus' Bundeswehr-Schelte sorgt weiter für Ärger. Jetzt hat auch die Isaf-Truppe auf die Vorwürfe des Wehrbeauftragten reagiert: "Völlig unangemessen" und obendrein falsch sei dessen Behauptung über die mangelhafte Ausrüstung der Einheiten in Afghanistan.
Wer in Mecklenburg-Vorpommern in einer Kita arbeitet, muss verfassungstreu sein. So hat es Sozialministerin Schwesig nach einem Kita-Übernahmeversuch durch einen Rechtsextremen verfügt. Die Idee trifft auf Zustimmung, andere Länder sympathisieren mit dem Erlass - bloß die NPD tobt.
Rechtsextreme Hacker schockieren mit einer Cyber-Attacke: Die Internetseiten von zwei KZ-Gedenkstätten wurden mit rechtsextremen Parolen wie "Brown is beautiful" versehen und zum Teil gelöscht. Viele Dokumente sind verloren, jetzt ermittelt die Polizei.
Er war der Erklärer der Kanzlerin - jetzt verabschiedete sich Regierungssprecher Ulrich Wilhelm nach München. Er wird Intendant des Bayerischen Rundfunks. Bis zuletzt zeigte er, was ihn so wertvoll machte: Auch das neue Umfragedesaster für Schwarzgelb deutete er flugs ins Positive um.
Keine Kommune sollte eine Veranstaltung wie die Love Parade ohne Hilfe von höherer Ebene stemmen - das fordert das Bundesinnenministerium. Die Behörde schließt sich damit der Forderung der NRW-Regierung an, die nach der Katastrophe eine deutschlandweite Regelung für Massen-Events anstrebt.
Sechs Millionen Euro hat Schwarz-Gelb locker gemacht, um im Osten linken wie rechten Extremismus anzugehen. Das Problem: Bisher floss kein Euro in entsprechende Projekte - auch weil es im Osten kaum Linksradikale gibt. Die Opposition sieht sich in ihrer Skepsis bestätigt.
Eine Lösung im Olympia-Streit ist weiter nicht in Sicht. Selbst Horst Seehofers Bemühungen konnten die Landwirte von Garmisch-Partenkirchen nicht erweichen. Die wollen ihre Grundstücke nicht für die Winterspiele 2018 zur Verfügung stellen - trotz Garantiezusagen der bayerischen Landesregierung.
Die Türkei erwartet von Deutschland mehr Hilfe beim Kampf gegen Terrorismus. Bei Guido Westerwelles Staatsbesuch forderte sein türkischer Amtskollege, Außenminister Davutoglu, kurdische Extremisten strenger zu verfolgen - statt sich zu sehr auf die Hamas zu konzentrieren.
Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker muss sich wegen des Mordes an Generalbundesanwalt Buback vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Das Gericht hat die Anklage jetzt unverändert zugelassen - der Prozess beginnt voraussichtlich im Herbst.
Ehemalige hochrangige DDR-Funktionäre können nicht auf mehr Geld hoffen: Die Begrenzung ihrer Rentenansprüche ist rechtmäßig. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Mit der Kürzung werde die "Fortschreibung von Vorteilen aus dem System der DDR beendet", so die Richter.
Es ist der schlechteste Wert seit Jahren: Nach einer neuen Umfrage rutschen CDU und CSU in der Wählergunst auf 29 Prozent - und liegen damit nur noch einen Prozentpunkt vor der SPD. Wären jetzt Wahlen, käme Rot-Grün auf die absolute Mehrheit im Bundestag.
Die heftig kritisierte Mediencharta der niedersächsischen Sozialministerin Özkan ist vom Tisch. Ministerpräsident McAllister distanzierte sich von dem Papier und stellte gleich noch klar: Medienpolitik ist Chefsache.
