Die Kieler Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Ralf Stegner eingeleitet. Hintergrund sind Zahlungen, die Schleswig-Holsteins SPD-Chef eigentlich hätte abgeben müssen, stattdessen aber behielt. Stegner spricht von einem Irrtum und rechnet mit einer raschen Klärung.

Türöffner-Dienste für den Lebensgefährten, Gefälligkeiten für den jüngeren Bruder - in immer neuen Fällen soll Außenminister Westerwelle Dienstliches und Privates vermischt haben. SPIEGEL ONLINE dokumentiert die Vorwürfe und zeigt, was an ihnen dran ist.

Die umstrittene Auswahl seiner Mitreisenden bringt Guido Westerwelle in Erklärungsnot. Jetzt äußert sich erstmals die Kanzlerin zur Sache: Sie sei überzeugt, dass der Außenminister sich an die Regeln gehalten habe. Ein klares Bekenntnis sieht anders aus.

Es sollte ein Gespräch über die Bundeswehr in Afghanistan werden: In Hamburg trafen sich Helmut Schmidt und Verteidigungsminister Guttenberg - und waren sich schnell einig, dass sich das Problem nur auf der Bühne der Weltpolitik lösen lässt.

Der Außenminister muss sich für fragwürdige Teilnehmer seiner Auslandsreisen rechtfertigen - jetzt greift FDP-Generalsekretär Lindner zu einem ungewöhnlichen Argument. Guido Westerwelles Kritiker gefährdeten die Demokratie. Die Republik brauche "minimale Anstandsregeln".

Jürgen Trittin hat sich von seinem Herzinfarkt Ende Januar offenbar gut erholt: Der Grünen-Fraktionschef hat einem Zeitungbericht zufolge die Rehabilitationsklinik verlassen - und soll ab Mitte April wieder Termine wahrnehmen.

Bundesaußenminister Westerwelle hat auf seine Türkeireise im Januar laut "Financial Times Deutschland" eine Künstlerin als Sondergast mitgenommen. Die Einladung an die Bonner Lokalpolitikerin soll angeblich auf ein privates Versprechen aus dem Jahr 2004 zurückgehen.

Bizarrer Höhepunkt einer Dienstreise: Außenminister Westerwelle muss sich in Südamerika dafür rechtfertigen, dass Wirtschaftsleute aus seinem engeren Umfeld an Auslandstrips teilnehmen. Am Ende kommt es zu einer PR-Schlacht, die er kaum gewinnen dürfte. Die Partei ist in Unruhe - die Opposition schäumt.

Juristische Schlappe in einer Privatfehde: Frank-Walter Steinmeier muss nach einem Gerichtsurteil seine Zweitwohnung im Brandenburgischen räumen. Doch der SPD-Fraktionschef gibt sich noch nicht geschlagen.

Von einem Außenminister erwartet man Integrität und eher leise Töne: Chefdiplomat muss er sein. Guido Westerwelle dagegen scheint vergessen zu haben, was geht und was nicht. Wenn er sein Amt retten will, muss er seinen Stil ändern - und zwar schnell.

Unerwartete Hilfe für den Bundesgesundheitsminister: Markus Söder, Amtskollege aus Bayern und schärfster Rivale, nimmt Philipp Rösler im Kampf gegen die Pharmakosten in Schutz - gegen Kritik aus der FDP. Doch die Unterstützung währte nicht lange.

Wie sorgfältig trennt Guido Westerwelle zwischen privaten und politischen Interessen? Der Außenminister nahm auf einer Asienreise im Januar auch den Chef einer Firma mit, an der sein Bruder Kai Gerichtsunterlagen zufolge beteiligt ist - der FDP-Chef ist empört über die Vorwürfe: Sie seien haltlos.

Die Sozialdemokratie wird wohl nie mehr, was sie einmal war. Sie hat kein Gegenkonzept zum Neokapitalismus, sie konnte dessen Krise nicht ausnutzen - die SPD hat sich von der eigenen Klientel dramatisch entfernt. Die Geschichte einer ideellen Enteignung.

Kriselnde Unternehmen dürfen auf weitere staatliche Hilfen hoffen. Schwarz-Gelb könnte laut einem Zeitungsbericht Kurzarbeiter ein Jahr länger bis Ende 2011 von Sozialbeiträgen befreien. Zusätzlich will die Regierung angeblich mehr staatliche Garantien für Bankkredite an Firmen gewähren.

Ein "aufstrebender Stern": Deutschland will von Brasilien und seinem Wachstum profitieren. Außenminister Westerwelle sieht seine Politik als Türöffner - auf seiner Reise umwirbt er brasilianische Politiker und preist deutsche Unternehmen.

Vor seiner Abschiebung nach Polen beging ein Georgier in Hamburg Selbstmord. Nun stellt sich heraus: Er war offenbar nicht 17, sondern 25 Jahre alt. Der Tod des jungen Mannes hat heftige Kritik an der Ausländerpolitik der Stadt ausgelöst.

Abgrenzen von Westerwelle, abschwächen der eigenen Hartz-IV-Vorschläge: Die SPD muss in Nordrhein-Westfalen die Strategie von Spitzenkandidatin Kraft verteidigen. Auch wenn sich Parteichef Gabriel demonstrativ gelassen gibt - die Debatte belastet den Wahlkampf.

Ein Parteichef, ein Spitzel, der Verdacht einer Intrige - aus solchem Stoff werden bei der CSU seit Edmund Stoibers Ende Dramen gestrickt. Horst Seehofer hat blitzartig seinen Büroleiter gefeuert, weil er E-Mails eines Parteikollegen durchschnüffelt hat. Die Geschichte einer gefährlichen Posse.

Die hitzige Diskussion um Hartz IV hat den Liberalen in Umfragen geschadet. Nun bemüht sich die Partei um Nüchternheit statt Aufregung - und legt ein Konzept zur Sozialpolitik vor. Mit Sachleistungen für Kinder etwa will die FDP einen "fairen" Staat schaffen.

Erst feuerte er seine Spitzenbeamten, nun mildert Verteidigungsminister Guttenberg die Kritik an ihnen deutlich ab: Das Vorgehen des CSU-Politikers in der Kunduz-Affäre erbost die Opposition. Sie zweifelt an der Glaubwürdigkeit des einstigen Shootingstars - und hält ihn im Amt für ungeeignet.


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