Das Massaker an Hunderten Christen hat Nigeria erschüttert. Die Menschen sind empört über das Versagen des Militärs, das eine Racheaktion nicht verhinderte. Die Bürger fordern ein Machtwort ihres Präsidenten. Doch der ist schwerkrank - ob er überhaupt noch lebt, ist fraglich.
An dem Plan, den Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks zu ermorden, war laut "Wall Street Journal" neben Colleen LaRose alias "Dschihad Jane" eine zweite US-Bürgerin beteiligt: Jamie Paulin-Ramirez konvertierte Ostern 2009 zum Islam und radikalisierte sich anscheinend rasend schnell.
Die Stimmenauszählung im Irak nach der Parlamentswahl läuft chaotisch. Aber für Ministerpräsident Maliki zeichnet sich eine Führung ab, auch in Bagdad liegt er vorn. Angeblich sondiert er bereits Koalitionsoptionen. Herausforderer Allawi klagt über Wahlfälschung.
Es sollen Hunderttausende sein, alle in roten Hemden, alle mit einem Ziel: die aktuelle Regierung stürzen, Neuwahlen erzwingen. Regimegegner haben in Thailand zum "Marsch der Millionen" aufgerufen, Bangkok ist im Ausnahmezustand - der fast schon zur Gewohnheit geworden ist.
Verschleierte Frauen vor einer in algerischen Nationalfarben gestalteten Frankreich-Karte: Der rechtsextreme Front National von Jean-Marie Le Pen setzt im Regionalwahlkampf auf Fremdenhass und religiöse Ressentiments. Ein besonders provokantes Plakat wurde jetzt verboten.
Die Anschlagsserie in Pakistan dauert an: Bei einem Selbstmordangriff auf einen Kontrollposten im Swat-Tal wurden am Samstag nach Militärangaben mindestens 13 Menschen getötet und über 50 verletzt. Es war der zweite schwere Anschlag innerhalb von 24 Stunden.
Misshandelte Dienstboten in Genf, Prügeleien in Paris: Der Clan der Gaddafis führt sich auf, als könne er sich im Westen alles erlauben. Und der Diktator selbst erklärt der Schweiz den "Heiligen Krieg". Europa reagiert hilflos.
Allein der Verdacht rüttelt US-Behörden auf: Konnte ein Mitglied des Terrornetzwerks al-Qaida jahrelang in US-Kernkraftwerken ein und aus gehen? Ein im Jemen festgenommener Terrorist hat in sechs Atomanlagen gearbeitet. Nun wird geprüft, zu welchen Bereichen er Zugang hatte.
US-Außenministerin Hillary Clinton hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen der Siedlungspläne für Ost-Jerusalem scharf kritisiert. Der Nahost-Friedensprozess sei durch das Bauprojekt gefährdet. Es sei der Ministerin unverständlich, wie es zu der Ankündigung kommen konnte.
Der Streit um die Gesundheitsreform wirbelt Obamas Terminkalender durcheinander. Wegen der bevorstehenden Debatte verschiebt der US-Präsident seine Asien-Reise. Stattdessen will er die Eckpunkte festzurren und sich seine Mehrheit sichern - mit einem Verzicht auf ein Kernanliegen.
Das deutsche Kriegsschiff "Admiral Graf Spee" wurde vor 70 Jahren von der eigenen Besatzung vor der Küste Uruguays versenkt. Nun könnten Teile des Wracks in einer Ausstellung zu sehen sein. Die Bundesregierung unterstützt das Vorhaben - mit der "nötigen historischen Aufarbeitung".
Sie zündeten ihre Bomben innerhalb weniger Sekunden: Attentäter haben in der pakistanischen Stadt Lahore Dutzende Menschen getötet. Der Polizei zufolge galten die Attacken einem Militärkonvoi. Es ist bereits der zweite Anschlag in dieser Woche.
Unpopulär, isoliert, angefeindet in der eigenen Partei - Präsident Sarkozy scheint nichts mehr zu gelingen: Bei den anstehenden Regionalwahlen droht ein politisches Debakel, und selbst privat scheint der Haussegen schief zu hängen.
Die Helfer von Ground Zero gelten als Helden - doch Tausende von ihnen haben bei dem Einsatz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ihre Gesundheit ruiniert. Nach jahrelangem juristischen Tauziehen sollen die Geschädigten eine millionenschwere Entschädigung erhalten.
Noble Geste: US-Präsident Barack Obama hat sein Versprechen wahr gemacht und das Millionenpreisgeld für den Friedensnobelpreis an wohltätige Organisationen verteilt. Insgesamt bedachte er zehn verschiedene Hilfs- und Bildungsprojekte mit sechsstelligen Beträgen.
Schweden zieht den Zorn der türkischen Regierung auf sich: Das Parlament hat die Tötung Hunderttausender Armenier und Mitglieder anderer Volksgruppen zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Völkermord eingestuft. Die Türkei rief sofort ihre Botschafterin zurück, Premier Erdogan sagte einen Besuch ab.
China, Nordkorea, Kuba, Iran: Der neue Menschenrechtsbericht kritisiert vor allem die üblichen Verdächtigen. Doch die Experten sind auch über Diskriminierung in Europa besorgt - unter anderem wegen des Minarettverbots in der Schweiz und der Ausländerfeindlichkeit in Deutschland.
Kaum liegen nach den Wahlen im Irak erste offizielle Teilergebnisse vor, wittern die Verlierer Wahlbetrug. Auch um den zweiten Platz bei der Abstimmung gibt es Streit.
Wenige Minuten nach einem schweren Nachbeben ist Chiles neuer Präsident vereidigt worden: Sebastián Piñera ist Manager, Milliardär - und nun Aufbauhelfer. Herausforderungen warten auch im Ausland. Venezuelas Staatschef Chávez bringt sich schon gegen ihn in Stellung.
