Deutschland und Frankreich verlieren die Geduld mit dem hoch verschuldeten Griechenland: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy verlangen, dass die griechische Regierung endlich die versprochenen Reformen umsetzt. Die Staatseinnahmen sollen künftig auf ein Sonderkonto fließen.

Griechenlands Finanzminister sieht sein Land "auf Messers Schneide", die Regierung kämpft an mehreren Fronten. Noch heute soll sie sich mit den Parteien auf neue Einsparungen, mit Banken auf den Schuldenschnitt einigen. Ein Überblick zeigt, wie die Verhandlungen weiterlaufen. 

Keine Szene ist im US-Wahlkampf häufiger zu sehen: Der Kandidat erscheint auf einer Bühne, die Menge jubelt. Dann streckt er den Arm aus - der Zeigefinger deutet pfeilgerade ins Publikum. Newt Gingrich kann die Geste sogar synchron. Was steckt eigentlich dahinter?

Angela Merkel unterstützt Frankreichs Präsident Sarkozy mit einem gemeinsamen TV-Auftritt. Den sozialistischen Herausforderer Hollande will sie dagegen nicht empfangen. Ein riskantes Manöver der Kanzlerin - so deutlich hat sich die Bundesrepublik noch nie in die Innenpolitik Frankreichs eingemischt.

Monatelang feilschten Fatah und Hamas um die Bildung einer gemeinsamen Regierung für die Palästinensergebiete. Jetzt haben sich die rivalisierenden Partei auf ein Kabinett unter Präsident Mahmud Abbas geeinigt.

Seit Wochen protestieren Rumänen gegen den Sparkurs der Regierung. Nun hat Regierungschef Boc seinen Rücktritt angekündigt, "um die soziale Situation im Land zu entspannen". In Bukarest könnte eine Technokraten-Regierung übernehmen.

In Syrien eskaliert die Gewalt - und die Welt schaut weiter zu: Nach dem Scheitern der Uno-Resolution haben Regierungstruppen eine neue Großoffensive gegen die Stadt Homs gestartet. Es soll bis zu 50 Tote geben. Russland und China halten trotzdem weiter zu Diktator Assad.

Der Atomstreit mit Teheran spitzt sich zu, US-Präsident Obama sieht aber noch Raum für eine diplomatische Lösung. Israel habe keine Entscheidung für einen Angriff auf Iran getroffen. Sein Verteidigungsminister hatte einen Militärschlag vor wenigen Tagen noch für "sehr wahrscheinlich" gehalten.

Seit mehr als 40 Jahren herrschen die Assads über Syrien. Die Familie soll in dieser Zeit ein Vermögen in Milliardenhöhe auf die Seite geschafft haben. Vermögensverwalter des Clans ist Rami Makhluf, ein Cousin von Diktator Assad.

Die griechische Regierung kündigt an, weitere Milliarden im Staatshaushalt zu kürzen - von einer Einigung bei den Sparmaßnahmen kann aber keine Rede sein. Die Spitzen der Parteien treffen sich nun am Montag erneut, um konkrete Sparziele auszuhandeln.

Der Konservative Sauli Niinistö hat die Stichwahl um die finnische Präsidentschaft gewonnen. Er setzte sich mit deutlichem Vorsprung durch gegen den ehemaligen Umweltminister Haavisto von den Grünen.

Razzien, Ausreiseverbote und jetzt Anklagen: Ägypten geht rigide gegen ausländische Nichtregierungsorganisationen vor. 43 Mitarbeiter - darunter zwei Deutsche - müssen sich vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: illegale Finanzhilfe. Außenminister Westerwelle reagiert empört.

Erst hat Großbritannien ein Kriegsschiff in den Südatlantik geschickt, dann Prinz William als Hubschrauberpilot auf die Falkland-Inseln entsendet - nun soll ein U-Boot unterwegs sein. Argentinien fühlt sich in einem seit fast 200 Jahren schwelenden Streit provoziert.

Nicolas Sarkozys Chancen auf eine erneute Präsidentschaft steigen. Grund ist eine Besonderheit des französischen Wahlrechts: Bekommt die Rechtsextreme Marine Le Pen nicht genug Unterschriften zusammen, dürften dem Amtsinhaber Millionen Stimmen zufallen.

Die syrischen Rebellen sind schockiert, weil Russland und China die Uno-Resolution gegen die Gewalt in ihrem Land verhindert haben. Nun plant die Opposition eine neue diplomatische Offensive. Doch sie droht auch mit militärischen Mitteln: Der Kampf gegen Diktator Assad trete in eine neue Phase.

Das Regime in Teheran verschärft seine Verbalattacken - auch gegen arabische Nachbarn. Man werde jeden Staat angreifen, der eine Offensive gegen die Islamische Republik unterstütze, droht ein hoher Militär. Bodenstreitkräfte haben ein Manöver im Süden des Landes begonnen.

Vor 31 Jahren versuchte das Militär in Spanien, die Demokratie abzuschaffen. Der spanische König Juan Carlos I. hegte offenbar Sympathien für die Putschisten. Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus einem damaligen Bericht des deutschen Botschafters hervor.

Von wegen Partei der Verlierer: Die Anhänger der ungarischen Jobbik sind jung und haben eine gute Ausbildung. Was sie eint, ist ihre Ablehnung der Demokratie und ihr Gewaltpotential. Wichtigstes Instrument der Rechtsextremen ist ein Netzwerk von Websites, das ihre Wut spiegelt.

132 Tage saß er in Iran in Haft: Ein Jahr nach seiner Freilassung hat der deutsche Journalist Marcus Hellwig nun erstmals über seine Gefangenschaft gesprochen. Seine Zelle habe keine Fenster, kein Bett, keine Toilette gehabt, er habe die Schreie anderer Gefangener gehört und gedacht, sterben zu müssen.

Das Morden in Syrien nimmt kein Ende. Die Politiker, die das Blutvergießen beenden wollen, können nicht. Und diejenigen, die es könnten, wollen nicht. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz kämpfen westliche und arabische Teilnehmer für ein Ende der Gewalt - und scheitern am Widerstand der Russen und Chinesen.


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