Ein Musiker auf dem Weg zum Staatsoberhaupt? Wyclef Jean bewirbt sich wahrscheinlich um das Präsidentenamt in Haiti. Die nötigen Formalitäten hat er nun auf der Karibikinsel erledigt - fehlt nur noch ein klärendes Gespräch mit Frau und Tochter.
Haben Tausende Hinterbliebene auf dem US-Militärfriedhof Arlington vor falschen Gräbern getrauert? Einem nun veröffentlichten Bericht des Senats zufolge könnten bis zu 6600 Ruhestätten falsch gekennzeichnet sein. Das Weiße Haus nennt die Vorgänge "schockierend".
Er gehörte zu den meistgesuchten Drogenbaronen in Mexiko: Bei einem Gefecht mit Soldaten ist "Nacho" Coronel erschossen worden. Er war einer der Anführer des mächtigen Sinaloa-Kartells. Ein wichtiger Erfolg für die Regierung - denn der Krieg der Rauschgiftmafia wird immer grausamer.
Schlag gegen den Rauschgifthandel: US-Ermittler haben in Kalifornien ein gewaltiges Marihuana-Anbaugebiet aufgespürt - und Pflanzen im Wert von über 1,7 Milliarden Dollar beschlagnahmt. 97 Personen wurden festgenommen, die Plantage wird mexikanischen Kartellen zugeschrieben.
Ein Mann hat auf dem Moskauer Flughafen kurzzeitig eine Passagiermaschine in seine Gewalt gebracht. Verkleidet als Ärzte gelangten russische Sicherheitskräfte an Bord und überwältigen den Geiselnehmer - der wollte angeblich mit Premier Putin persönlich sprechen.
538 Gramm wog Dominik Brunners Herz, deutlich mehr als normal. Im Prozess zu seinem Tod musste ein Gutachter jetzt die zentrale Frage beantworten: Hätte er die Prügelei mit den zwei Angeklagten überlebt, wenn er gesund gewesen wäre? Die Antwort: Ja - die beiden haben ihn nicht tödlich verletzt.
Eine Million Euro steht bereit: Love-Parade-Veranstalter Rainer Schaller und die Axa-Versicherung haben für die Opfer der Duisburger Katastrophe einen Soforthilfefonds eingerichtet. Betroffene sollen sich schriftlich bei dem Unternehmen melden.
Peinliche Baupanne: Mitglieder einer kleinen islamischen Gemeinde in Saudi-Arabien haben festgestellt, dass sie zehn Jahre lang in die falsche Richtung beteten. Die Gebetsnische ihrer Moschee zeigte nicht gen Mekka.
Bei einem Schiffsunfall in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 80 Menschen ertrunken: Behördenangaben zufolge sank das überladene Boot auf einem Fluss im Westen des zentralafrikanischen Landes. Zuvor soll es einen Felsen gerammt haben.
Ein erschütterndes Verbrechen hat sich offenbar in dem kleinen Dorf Villers-au-Tertre in Nordfrankreich zugetragen. Dort hat eine Frau gestanden, acht Neugeborene erstickt, in Tüten verpackt und verborgen zu haben.
Zwei britische Zeitungen müssen einem Mann aus Sri Lanka umgerechnet fast 100.000 Euro Schmerzensgeld zahlen: Sie hatten behauptet, er habe während eines öffentlichkeitswirksamen Hungerstreiks heimlich Hamburger gegessen.
Strahlenden Glanz für ihre graue, geplagte Stadt hatten sich die Duisburger von der Love Parade erhofft. Doch nach der Katastrophe sind die Menschen voller Trauer - und fürchten zudem, als "ewige Verlierer" gebrandmarkt zu sein. Ihre Wut richtet sich vor allem gegen einen: ihren Oberbürgermeister.
Es könnte einer der letzten großen Kriegsverbrecherprozesse werden: Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Anklage gegen einen 88-jährigen ehemaligen KZ-Wächter erhoben. Sie wirft ihm Beihilfe zum Mord an 430.000 Juden vor.
Es war ein Gewaltexzess, daran gibt es keinen Zweifel, aber er musste nicht tödlich enden: Dominik Brunner hätte laut Gutachter die Schläge und Tritte seiner Peiniger wahrscheinlich überlebt, wäre er nicht schwer krank gewesen.
Jörg Kachelmann ist frei. Der Wettermoderator verließ die JVA Mannheim mit einem Lächeln - und schwieg. Das Ende der Untersuchungshaft ist nur ein Teilerfolg für ihn. Ob Kachelmann schuldig ist, wird nun im Prozess geklärt.
Sie hatten einen Einsatz in Hamburg und stiegen anschließend in einem Vier-Sterne-Hotel ab: Dort belästigten Polizisten einer Hundertschaft aus Sachsen-Anhalt Gäste und Personal - die Beamten waren angetrunken.
Jörg Kachelmann ist ein erfolgreicher und beliebter TV-Moderator, ein gemachter Mann. Doch was die Justiz ihm in den vergangenen Monaten zugemutet hat, hat vor allem mit seiner Bekanntheit zu tun - von Promibonus keine Spur.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch die Details werden strenger gehütet als ein Staatsgeheimnis: Am Wochenende wird Chelsea Clinton dem Investmentbanker Marc Mezvinsky das Jawort geben - US-Präsident Barack Obama ist nicht eingeladen.
Was tat die Polizei?, fragten viele unmittelbar nach der Katastrophe von Duisburg. Dabei lag die Verantwortung für die Sicherheit auf dem Gelände allein beim Veranstalter und seiner bunt zusammengewürfelten Ordnertruppe - und die scheint völlig überfordert gewesen zu sein.
Wende im Fall Jörg Kachelmann: Der Wettermoderator ist am Donnerstagmittag aus der Untersuchungshaft entlassen worden - und bleibt in Freiheit, bis der Vergewaltigungsprozess gegen ihn beginnt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hob den Haftbefehl auf, es sieht keinen dringenden Tatverdacht mehr.
