Ganz unbewusst hat ein Brite einen ungewöhnlichen Rekord aufgestellt: Dreimal erscheint er in Aufnahmen von Googles bebilderter Straßenkarte Streetview. Viel tun musste er für diesen Ruhm nicht - viel dagegen unternehmen wird er wohl ebenso wenig.

Wer sich nicht benimmt, fliegt raus, warnen chinesische Behörden, fordern Googles Partner auf, sich der Zensur zu unterwerfen. Außerdem: Briten diskutieren eine Google-Steuer, und Piraten-Software schützt sich gegen Software-Piraten. Das und mehr im Überblick.

Der Polizei in Süditalien ist ein gefürchteter Profikiller ins Netz gegangen. Einst tötete Pasquale "Scarface" Manfredi einen rivalisierenden Gangsterboss mit Hilfe einer Bazooka - nun verriet er der Polizei seinen Aufenthaltsort mit einem Facebook-Posting.

Twitter nutzen, ohne Twitter aufzurufen: Der populäre Kurznachrichtendienst soll künftig direkt in diverse Online-Angebote integriert werden. Ein Konzept, das Erfolg verspricht - obwohl die Präsentation ein Desaster war.

Zehn-Jahres-Plan für die Breitband-Weltmacht: Die US-Regulierungsbehörde FCC will hundert Millionen US-Bürgern zu 100 Megabit-Anschlüssen verhelfen. Der Plan sieht Milliardeninvestitionen vor - außerdem sollen Rundfunkfrequenzen für Drahtlos-Internet freigemacht werden.

Fehlzeiten, Stundenlohn, Urlaubstage - der Staat speichert Informationen über Deutschlands Arbeitnehmer in einer riesigen Datenbank. Gegen die Zentraldatei mit den Sozialdaten wollen Datenschutzaktivisten jetzt Verfassungsbeschwerde einlegen und starten einen Großangriff.

Verlage - und vor allem der Fachhandel - drohen, zu Verlierern der Digitalisierung zu werden. Potentiell gefährlich für Buchhändler ist aber nicht nur Amazon. Die Berliner Firma Textunes etwa setzt auf Handys statt auf Kindle und Co. - mit einigem Erfolg.

Positionsbestimmung mal anders: Auf der Netzkonferenz South by Southwest stehen ortsbezogene Dienste im Zentrum des Interesses. Ein Anbieter will die nun nutzen, um in die Zukunft zu sehen. Doch es gibt auch ganz handfeste Beschäftigungen - für Leute, die wissen, wo ein Lötkolben heiß wird.

Dauerndes MP3-Hören schlägt auf die Ohren, Mecklenburg-Vorpommern testet W-Lan auf der Autobahn und Microsoft lässt seine Flash-Alternative Silverlight auf Symbian-Handys laufen. Das und mehr im Überblick.

Gadget-Fans ticken mitunter anders - doch das heißt nicht, dass sie jeden Unsinn mitmachen. Skepsis ist zum Beispiel gegenüber grinsenden Robotern in der Altenpflege angebracht. Unken kann man aber auch über den Gaga-Vorschlag, das Internet für den Friedensnobelpreis zu nominieren.

Das Internet ist schuld: Im dänischen Århus will der Stadtrat den Ortsnamen wechseln. Der erste Buchstabe soll weg, Århus stattdessen künftig mit doppeltem A geschrieben werden - wie es im Web seit jeher üblich ist.

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat eine Kontrolle des Internets gefordert. Zur Begründung für seinen Vorstoß fand er bizarr anmutende Argumente - unter anderem berief sich Chávez auf Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel.

Fast 120.000 iPad-Bestellungen zum Start: Apple-Beobachter wollen ausgerechnet haben, wie viele iPad-Vorbestellungen beim Mac-Konzern eingegangen sind. Wenn ihre Vermutungen zutreffen, lief es für Apple am ersten Tag ziemlich gut.

So viel Geld haben US-Bürger noch nie im Netz verloren: Opfer von Online-Betrügereien meldeten dem FBI 2009 einen Gesamtschaden von 560 Millionen Dollar. Das ist gut doppelt so viel wie 2008. Die höchsten Beträge verlieren Männer .

Sie haben noch Schrott in der Garage? Bloß nicht wegwerfen! Schließlich kann man so schöne Sachen daraus basteln - ein Motorrad-Schaukelpferd zum Beispiel. Außerdem im Best of des Tech-Blogs Engadget: Autos um die Ecke denken statt lenken, DJ-Zubehör und 3D-Games für jedermann.

China gibt sich hart und will für Google keine Ausnahmen machen bei seinen Zensurforderungen. Nun steht das Unternehmen einer Zeitung zufolge kurz vor dem Rückzug aus der Volksrepublik.

Im Rennauto immer der Schnellste sein, im Kugelhagel überleben - und auch mal eine Prinzessin retten: Können Videospiele erwachsenen Spielern nicht mehr bieten? "Heavy Rain" ist eine Ausnahme - und womöglich ein Wegbereiter.

Ein Hochhaus lernt schwimmen und zieht mit Tentakeln Energie aus dem Meer, buntes LED-Klebeband zum Zurechtschneiden und mehr bei unserem Best of Engadget, den Highlights aus dem populären Tech-Blog.

Sollte Google gehofft haben, die blamable Affäre um spionierende, angeblich chinesische Hacker könnte Chinas Staatsführung zu Zugeständnissen bewegen, so platzt dies gerade: Peking bleibt hart. Google hatte für diesen Fall gedroht, sich aus China zurückzuziehen.

Duckt euch, Fernsehsender: YouTube will der TV-Szene kräftig Konkurrenz machen. Ab sofort überträgt Googles Videotochter Livespiele, zunächst aus der indischen Cricketliga. Nur ein Anfang, aber sollte er Erfolg haben, brechen schwere Zeiten an fürs Free- und Pay-TV.


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