Hollywood klagte zuletzt, die jungen Leute kämen nicht mehr in die Kinos. Doch am Wochenende spielten zwei Neustarts für die Teenie-Zielgruppe starke Ergebnisse ein - trotz Superbowl-Konkurrenz. In Deutschland bleibt das französische Phänomen "Ziemlich beste Freunde" unangefochten.
Er spielte die miesesten Kerle im Kino, nun ist er für einen Oscar nominiert: In "Dame, König, As, Spion" brilliert Gary Oldman als John Le Carrés berühmter Agent George Smiley. Im Interview spricht der Brite über seinen Abschied vom Bösewicht und verrät, warum Spione keinen Smoking tragen.
Mit den Filmen "9½ Wochen" und "Wilde Orchidee" wurde er weltberühmt, Regie-Kollegen holten sich bei ihm Rat: Der amerikanische Schauspieler und Filmemacher Zalman King hat sich vor allem einen Namen als Erotik-Regisseur gemacht. Im Alter von 69 Jahren erlag er seinem Krebsleiden.
Schwache Augen, starker Instinkt: In der formvollendeten Neuverfilmung von John le Carrés Krimi-Klassiker "Dame, König, As, Spion" wirkt Gary Oldman als Oldtimer-Agent George Smiley extrem vital - ein heißer Kandidat für den Oscar!
Demütigungen ohne Ende: Auf den ersten Blick sieht die britische Komödie "Sex on the Beach" aus wie ein europäischer "American Pie"-Abklatsch. Doch unter der Oberfläche üblicher Körperflüssigkeiten-Gags versteckt sich eine warmherzige Geschichte mit eiskaltem Witz.
Ein statistikbesessener Sportmanager geht seinen Weg: Selbst Kinozuschauer, die keine Ahnung von Baseball haben, werden von "Moneyball" gefesselt sein. Woran das liegt? An einem virtuosen Drehbuch. Und einem brillanten Brad Pitt in der Rolle des lakonischen Baseball-Reformers.
Mit "The Artist" hat ausgerechnet ein Stummfilm beste Oscar-Chancen. Doch wie authentisch ist der Kino-Hit überhaupt? SPIEGEL ONLINE hat ihn sich zusammen mit dem Stummfilm-Komponisten Stephan von Bothmer angeschaut - und angehört.
Der Wettbewerb steht: Mit dem neuen Film von "Apart Together"-Regisseur Wang Quan'an wurde der 18. Film bekanntgegeben, der sich um einen Bären bewirbt. Eine Gewinnerin ist schon bekannt - die Regisseurin Ulrike Ottinger wird mit dem schwul-lesbischen Filmpreis Teddy geehrt.
Schimmerlos durchs Regierungsviertel: 25 Jahre nach seinem Münchner TV-Sittendrama "Kir Royal" nimmt Helmut Dietl im Kinofilm "Zettl" nun die Hauptstadt ins Visier. Allerdings ohne den alten Hauptdarsteller, ohne den alten Biss - und sogar ohne jeden Berlin-Bezug. Ein Desaster.
Liam Neeson bleibt seinem erfolgreichen Action-Kurs treu. In seinem neuen Film "The Grey" schlägt sich der Schauspieler mit Wölfen durch die Kälte - zum Vergnügen des US-Kinopublikums. Deutsche Zuschauer schließen nach wie vor ziemlich zahlreich Freundschaft mit einem kleinen französischen Film.
Wenn es um die Darsteller-Oscars geht, gelten die alljährlichen Preise der US-Schauspielervereinigung als nahezu unfehlbarer Indikator. Drei der begehrten SAG Awards gingen an das Ensemble des Südstaaten-Dramas "The Help"; Jean Dujardin aus "The Artist" wurde zum besten Schauspieler gekürt.
Beim Sundance Filmfestival laufen dem Besucher Spike Lee, Sigourney Weaver, Liv Tyler und Ben Stiller über den Weg. Oder er entdeckt brillante Nachwuchsregisseure, die gestern noch niemand kannte. Gründer Robert Redford begrüßte die Cineasten ganz zeitlos - in Jeans und Skiweste.
Es singt das Herz, es schweigt der Mund: Mit "The Artist" hat Michel Hazanavicius eine formvollendete Stummfilm-Hommage in Szene gesetzt. Im Interview spricht er über beredtes Schweigen, die Liebe von Hunden - und wie man Männer und Frauen ins perfekte Licht setzt.
Als auf dem Kairoer Tahrir-Platz die Revolution ausbrach, waren Omar Shargawi und Karim El Hakim live dabei. Den Schrecken und die Hoffnung dieser Tage haben sie in ihrem Film "1/2 Revolution" festgehalten. Im Interview erklären sie, was vom Aufbruch Ägyptens übrig bleiben wird.
Der Regie-Gigant Sam Peckinpah trieb ihn, selbst einen Film zu drehen, sein Debüt "Desperado City" gewann einen Preis in Cannes: Vadim Glowna war als Schauspieler und Filmemacher ein Besessener, der sich bei seiner Arbeit sanft, aber stets beharrlich nach der letzten Wahrheit streckte.
Alles paradiesisch auf Hawaii? Von wegen! Frau im Koma, Kinder an der Backe - und dann kommt auch noch der Seitensprung der Gattin heraus. In Alexander Paynes Melodram "The Descendants" brilliert George Clooney als Erfolgsanwalt in Familiennöten. Film und Hauptdarsteller haben beste Oscar-Chancen.
Als Charakterdarsteller brillierte Vadim Glowna in Filmen wie "Die Unberührbare", sein markantes Gesicht veredelte viele Fernsehserienfolgen. Seine Regiearbeit "Desperado City" wurde in Cannes prämiert. Nun ist der große Filmschaffende in Berlin gestorben. Er wurde 70 Jahre alt.
In Markus Schleinzers Regiedebüt "Michael" lebt ein Versicherungsangestellter seinen Alltag wie jeder andere - nur dass er in seinem Keller einen Zehnjährigen gefangen hält und regelmäßig vergewaltigt. Ein ruhiger und dadurch umso beunruhigenderer Film.
In Momumentalbildern entwarf der griechische Regisseur Theo Angelopoulos eine filmische Entsprechung zur gesellschaftlichen Vereisung - sei es in seiner Heimat oder auf dem Balkan. Damit schrieb er Kinogeschichte und wurde doch nie genug gesehen.
Ein Rennfahrer ohne Namen, ein Action-Thriller ohne Action: Aus diesen seltsamen Zutaten hat der Däne Nicolas Winding Refn einen der spektakulärsten Filme der Saison gemacht. "Drive" konzentriert sich ganz auf seine brillante Ästhetik und seinen glänzenden Hauptdarsteller Ryan Gosling.
