Mit dem Unheimlichen kennt er sich aus: Autor und Produzent Damon Lindelof ist einer der Schöpfer der Mystery-Serie "Lost". Das qualifizierte ihn nun für einen prestigeträchtigen Job: die Wiederbelebung des Kinomythos "Alien".
Die Filmfestspiele von Venedig haben ihr Wettbewerbsprogramm angekündigt: Aus Deutschland buhlt Tom Tykwer mit der Tragikomödie "Drei" um die Gunst von Jurychef Quentin Tarantino. Er konkurriert dabei mit Regisseuren wie Darren Aronofsky, Sofia Coppola und François Ozon.
Vom Mega-Blockbuster "The Dark Knight" zum cleveren Traumdiebe-Thriller "Inception": Der britische Regisseur Christopher Nolan erklärt im SPIEGEL-ONLINE-Interview, was Kino mit Träumen zu tun hat, warum er in seiner Garage am Batmobil bastelte - und warum er 3-D-Technik für völlig überschätzt hält.
In Frankreich war "Das Konzert" bereits ein Publikumshit. Zu Recht: Regisseur Mihaileanu hat sein Leitmotiv des Hochstaplers wunderbar variiert und lässt einen abgesetzten Dirigenten seine alten Musiker zusammensuchen. Aus Möbelpackern und Handy-Verkäufern wird für einen Abend das Bolschoi-Orchester.
Ab auf den Dachboden oder in die Müllverbrennungsanlage? Im dritten Teil der "Toy Story"-Saga versuchen die alten Spielzeughelden um Cowboy Woody und Astronaut Buzz Lightyear ihrer Entsorgung zu entkommen. Hinter ihrem lustigen Kampf steckt die ernste Frage, wie es sich in Würde altern lässt.
"Hitler hat den Russen viel mehr angetan als den Juden": Mit einer Reihe von deplatzierten Sätzen sorgte Filmemacher Oliver Stone für Empörung. Jetzt hat sich der Kino-Provokateur entschuldigt - und behauptet fortan das Gegenteil.
Träumst du noch oder stirbst du schon? Batman-Regisseur Christopher Nolan stellt in seinem clever verschachtelten Thriller "Inception" die Frage nach der Echtheit der Realität. Eine bildstarke Hommage an die Illusionsmacht des Kinos, die ganz ohne 3-D-Mätzchen fasziniert.
Wann Daniel Craig wieder als "James Bond" zum Einsatz kommt, ist offen - in der Zwischenzeit hat sich der britische Schauspieler für eine andere Spielfilmreihe verpflichten lassen: Craig wird die Hauptrolle in der Hollywood-Verfilmung der Kriminalromane von Stieg Larsson spielen.
Es war ein Wochenende der Niederlagen für hochkarätig besetzte Kinostarts: Angelina Jolie als vermeintliche Spionin in "Salt" musste sich in den USA Traumdieb Leonardo DiCaprio geschlagen geben. "Knight and Day" hatte trotz Starpower keine Chance in den deutschen Kinos.
Im französischen Film "Micmacs" geht ein netter Videoverkäufer auf sehr charmante Weise einem Waffenmulti an den Kragen. Doch Regisseur Jean-Pierre Jeunet konzentriert sich zu sehr auf spektakuläre Bilder und vergisst, Hauptdarsteller Dany Boon unter Kontrolle zu bringen.
Mit dem Film "Die fabelhafte Welt der Amélie" betörte Regisseur Jean-Pierre Jeunet Millionen. Nach einem Hollywood-Ausflug hat er nun wieder in Paris gedreht: die phantastische Komödie "Micmacs". Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erzählt er von Recherchen in der Waffenindustrie - und wundersamen Blechwesen.
In James Mangolds Agentenkomödie "Knight and Day" lächeln sich Tom Cruise und Cameron Diaz an den Rand der Besinnungslosigkeit. Leider erfolglos: Als Schmunzel-Terminatoren bleiben sie auch in Badehöschen unattraktiv.
Originalität wird belohnt: Der hochgelobte futuristische Thriller "Inception" ist die neue Nummer eins der US-Kinocharts - und der beste Filmstart in der Karriere von Leonardo DiCaprio. Keine Überraschung hingegen in Deutschland: Die Kinogänger sind den "Eclipse"-Vampiren verfallen.
Schauspieler und Produzent Claude-Oliver Rudolph ist sauer. Für seinen neuen St.-Pauli-Film habe er unter anderem bei Herbert Grönemeyer, Frank Plasberg und Til Schweiger um Hilfe gebeten - ohne Erfolg, wettert er im SPIEGEL. Und die deutsche Filmförderung unterstütze nur Mittelmaß.
Der Mond ist mysteriös, noch rätselhafter ist - das eigene Ich. David Bowies Sohn Duncan Jones zeigt in seinem Spielfilmdebüt "Moon", wie ein einsamer Astronaut einem beunruhigenden Geheimnis auf die Spur kommt. Mit schwereloser Eleganz wird daraus ein Thriller ohne Gewissheiten.
Wo sind sie geblieben, die wilden Tage? 20 Jahre, nachdem er für "Überleben in New York" drei deutsche Sinnsucherinnen aus dem East Village porträtierte, kehrt Rosa von Praunheim zurück: Was als Hommage an die "schwulste Stadt der Welt" beginnt, endet als Requiem auf den Sex-Underground.
Säufer, Knackis, Arbeitslose: Die Filme der britischen Regie-Altmeister Mike Leigh und Ken Loach sind ganz nah am Leben und oft ganz großes Kino. Zwei DVD-Editionen würdigen jetzt ihre Arbeiten aus den Neunzigern.
Castingshow der Blutsauger und Werwölfe: Mit "Eclipse - Biss zum Abendrot" geht die Fantasy-Saga um amerikanische Kleinstadt-Teenager auch in die dritte Kino-Runde. Doch statt von den Abgründen der Adoleszenz zu erzählen, ersäuft der Film in Gefühlsklischees.
Da bleibt von den Blutsaugern nur noch Staub übrig: In den USA hat ein animierter Anti-Held dem neuen "Twilight"-Film in Woche zwei den Garaus gemacht. Der hat sich dafür schon in die deutschen Kinocharts geschummelt - hatte aber gegen "Shrek" das Nachsehen.
Gummimonster mit Wursthaaren und Fangzähnen, die Menschen jagen. Klingt grauenhaft. Macht aber entsetzlichen Spaß: Regisseur Nimród Antal setzt die "Predators"-Saga fort - mit Stilwillen, anspruchsvollen Darstellern und viel Mut zum hirnfreien Schlagabtausch.
