Lanxess Arena Köln, O2 World in Berlin und Hamburg - Hallen, die sonst nur Popstars füllen, erwarten Roger Cicero. Der 41-jährige Hamburger steht für eine Reihe von Sängern, denen die Jazz-Nische viel zu klein geworden ist.
Auf dem neuen Album der New Yorker Band Nada Surf stellt Sänger Matthew Caws ein paar einfache, ein paar komplizierte und ein paar gänzlich unbeantwortbare Fragen - wie aber befragt man ihn selbst? Eine Expedition auf den Spuren eines der letzten Poeten des Indierock.
Sind sie nun echt, die Lippen von Lana del Rey? Und würden sie auch anderen Prominenten stehen? Ein Blog hat es ausprobiert. Neil Young behauptet, er habe mit Steve Jobs einen besseren iPod entwickeln wollen, und von George Harrison ist ein Gitarrensolo aufgetaucht.
Liebe Leser, die Februar-Ausgabe unserer Heavy-Metal-Kolumne "Amtlich" erscheint dieses Mal ausnahmsweise nicht wie gewohnt am ersten Donnerstag im Monat, sondern erst in der Folgewoche.
Schon Jesus hat sich mit den alten Flusen und Flausen herumgeplagt, die Leonard Cohen auf seinem grandiosen Album "Old Ideas" noch einmal zelebriert, meint Andreas Borcholte und kehrt mit Prinzhorn Dance School zurück in die Thatcher-Ära. Jan Wigger flocht mit First Aid Kit einen Blumenkranz.
Damit hätte die Band selbst nicht gerechnet: Mit ihrem Debütalbum "Mit K" sind Kraftklub von null auf eins in die Charts eingestiegen. Jetzt werden ihre Songs über Langeweile und Verzweiflung wohl endgültig zu Hymnen einer Generation werden - ob die Chemnitzer das gut finden oder nicht.
Wenn Grigory Sokolov spielt, hört man bekannte Stücke ganz neu. Der russische Pianist nimmt kaum CDs auf, er verzaubert im Konzertsaal. Seine Solo-Abende gehören zum Besten, was die Klassikszene zu bieten hat - davon gibt es jetzt Live-Mitschnitte.
YouTube-Phänomen, Überraschungspopstar, Lieblingsschmähopfer der Blogosphäre: Lana Del Rey hat schon einiges erlebt, dabei steht sie noch am Anfang ihrer Karriere. Nun erscheint endlich ihr Album "Born To Die". Felix Bayer hat es gehört und muss an David Bowie und David Hasselhoff denken.
Schluss mit Schwermut: Zwei junge Schotten mit Bart und guten Manieren machen melancholische Musik - wie viele andere Bands auch. Der Unterschied: Martin and James haben Besseres zu tun, als sich ernst zu nehmen. Und das hört man.
Erwachsen? Quatsch! Das US-Trio Nada Surf hadert auf seinem neuen Album melancholisch lärmend mit dem Älterwerden. Die Briten von Tribes sind zwar jünger, aber nicht weniger nostalgisch, meint Andreas Borcholte. Jan Wigger liest mit John K. Samson ein Buch und lobt die Überlebenskünstler von Sport.
Man kennt sich, man trifft sich, man hilft sich: Die Affäre um Christian Wulff wirft ein Schlaglicht auf Hannovers Freundesklüngel aus Politik, Wirtschaft und Showbiz. Mittendrin: Klaus Meine. Im Interview erklärt der Scorpions-Sänger, warum er mit Schröder, Maschmeyer und Co. gerne kickert.
Eine Hochschule nimmt Jazz aus dem Lehrplan, ein Branchenriese reduziert sein Jazzangebot; gleichzeitig überrennen anderswo Publikumsmassen ein Festival. Widersprüchliche Signale kennzeichnen die Lage des Jazz in der Republik.
Die Straße, das Heroin, der Blues: Etta James kannte die düsteren Seiten des Lebens - verwandelte ihren Schmerz aber in strahlende Rhythm'n'Blues-Songs, die auch im Mainstream-Radio gespielt wurden. Jetzt verstarb sie im Alter von 73 Jahren in Kalifornien.
Sie gehören schon jetzt zu den wichtigsten deutschen Pop-Newcomern des Jahres: Eingängige Songs mit smarten Texten haben der Chemnitzer Rockband Kraftklub viele Fans eingebracht, jetzt erscheint ihr Debüt-Album "Mit K". Ihr Erfolg ist erstaunlich - kaum eine Band sitzt zwischen so vielen Stühlen.
Islamophobe Hakenkreuz-Träger in Norwegen - aber selbstverständlich ganz unpolitisch! Ein Einbrecher bei Kate Bush - er wollte sie doch nur heiraten! Das neueste aus der irren Welt des Pop - in unserer Kolumne!
Der Saxofonist Jimmy Castor ("It's just begun") ist tot. Er gilt als Urvater des Funk und Inspirationsquelle für aktuelle Hip-Hopper wie Kayne West, Ice Cube und Mos Def. Sein großes Revival hatte Castor 1983 mit dem Soundtrack des Films "Flashdance".
Ein Hoffnungsschimmer für eine gebeutelte Branche? Dank Steigerungsraten bei den Download-Verkäufen und einem gebremsten Minus bei den CDs konnte die deutsche Musikindustrie 2011 zum ersten Mal seit langem die Umsatzverluste stoppen. In den USA gab es sogar schon ein kleines Plus.
Das Beste an David Finchers "Verblendung" (außer Rooney Mara) ist der Soundtrack von Trent Reznor und Atticus Ross, weiß Andreas Borcholte. Jan Wigger fragt sich, was The Beets machen, wenn sie älter werden, und bricht eine Lanze für den Alt-Barden Gilbert O'Sullivan.
Blond, deutsch, Tenor: Klaus Florian Vogt begeistert auf internationalen Bühnen vor allem mit Wagner-Partien. Sein erstes Album spiegelt diesen Ruhm - und doch bleibt der lächelnde Sieger knapp unter seinen Möglichkeiten.
