Ein Interview mit Beyoncé Knowles? Traumhaft. So traumhaft, dass ein Autor der Lifestyle-Zeitschrift "Neon" die Antworten der R&B-Queen womöglich erfunden hat. Auch andere Künstlergespräche des Mannes könnten nicht der Wahrheit entsprechen. Die Redaktion verspricht Aufklärung.

Medienzar Rupert Murdoch will New Yorks Presselandschaft revolutionieren. Er greift die linksliberale "Times" an - und plant für sein konservatives "Wall Street Journal" einen opulenten Lokalteil. Ein teures Projekt. Und höchst riskant.

Die "FR" spekuliert über die Frage, ob Günter Grass von westlichen Geheimdiensten ausspioniert wurde. In der "FAZ" warnt der Internetskeptiker Evgeny Morozov vor Twitter und Co. Und der "Zeit" ist klar: Wenn Männer Männer missbrauchen, sind auf jeden Fall Männer schuld.

Anti-Aging-Cremes, exfolierende Lotionen, hydratisierende Emulsionen: Was uns die Kosmetikindustrie verkauft, riecht gut, klingt toll und ist irre teuer. Dabei verbirgt sich unter den schillernden Etiketten oft nur eine ganz gewöhnliche Plastikflasche. Mit den exotisch klingenden Wörtern ist es genauso.

Die "Welt" erklärt, warum Christa Wolf Literatur ist, obwohl sie Sätze von Faulkner übernommen hat. Auch die Debatten um die Abgründe der Reformpädagogik und des Katholizismus gehen weiter: Hans Küng fordert in der "SZ" ein Mea Culpa des obersten Vertuschers.

Der "Tagesspiegel" bringt eine Petition deutscher Schriftsteller gegen einen möglichen Leipziger Buchpreis für Helene Hegemann. Die "taz" findet homoerotische Aspekte in der deutschen Reformpädagogik. In der "FAZ" kritisiert Necla Kelek die islamischen Verbände in Deutschland.

Ein Mallorca ohne Menschen: Für Jürgen-Drews-Fans mag das der Horror sein, für Individualtouristen ein ferner Traum, auf den Fotografien des ausgezeichneten Künstlers Jörg Bräuer ist es aber Wirklichkeit geworden. So pur hat man die Insel wohl noch nie gesehen.

In der "Welt" warnt Ibn Warraq vor Scharia-Gerichten in England. In der "SZ" schreibt Richard Swartz über Korruption in Kroatien. Die "FAZ" erinnert an Zeiten, als zum Frommen der Kunst Knaben kastriert wurden und der "Tagesspiegel" gratuliert dem Perlentaucher zum Zehnten.

Schmeckt köstlich und hat zudem einen verrückten Namen: Saltimbocca, zu deutsch "Spring ins Maul", ist ein echter italienischer Klassiker. Und am Ende des Winters eine willkommene Aufhellung unseres kulinarischen Alltags.

Teils peinlicher Personenkult, teils beeindruckende Leistungsschau eines kreativen Genies: Eine opulente Retrospektive im ehrwürdigen Pariser Petit Palais würdigt das Werk des 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent - und erhebt seine Haute Couture endgültig zur Kunstform.

In der "Welt" erinnert sich Joseph Haslinger an seine Jugend in einem katholischen Internat. In der "FAZ" begibt sich Bruce Sterling auf den betrügerisch vernetzten Basar der Geschichte. In der "taz" erklärt Kate Pickett, dass Ungleichheit auch Reiche stresst. Und die "FR" vernimmt beglückt das Lachen eines bebauchten, bärtigen Buddhas.

Ein Fußballclub oder ein Schauspielhaus: Wer ist gieriger auf das Geld eines Sponsors? Der Regisseur Schorsch Kamerun lässt den Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen gegen das Stadttheater Oberhausen antreten, elf gegen elf. Anpfiff ist am Dienstag.

Sie sind schräg, schrill, scharfsinnig: Die US-Komikerinnen Kathy Griffin, Lisa Lampanelli und Wanda Sykes mischen das Stand-up-Genre auf. Grenzen der Political Correctness gibt es keine. Von Barack Obama bis Oprah Winfrey werden Vertreter aller politischen und ethnischen Gruppen verballhornt.

In der "NZZ" erklärt der Autor Hans Maarten van der Brink, warum die Holländer Geert Wilders zum Premier wählen könnten. Die "FR" kommt angesichts von Dave Eggers "San Francisco Panorama" ins Schwärmen. Die "taz" ist Joanna Newsom verfallen.

Burnout ist das Thema zurzeit. Deshalb bloß keinen Burnout kriegen! Yoga, autogenes Training, Freundeskreis pflegen, Selbstgespräche führen, Pausen machen: Die Präventivmaßnahmen sind so zahlreich, dass man schon Angst kriegen kann - vor einem Burnout.

"Die Zeit" verteidigt die vom Abriss bedrohte Architektur der Sechziger. Die "taz" bringt ein Interview mit dem Kapuscinski-Biografen Artur Domoslawski. Der "Guardian" weiß, womit sich Marianne Faithfull schminkte.

Deutschland ist im Second-Hand-Fieber! Seit Einführung einer Prämie für abgetragene Fräcke werden überall Dachböden und Kellerräume nach alten Koffern mit Klamotten aus Großvaters Zeiten durchsucht. Selbst bei einem halben Frack wird der Appschleppdienst gerufen.

Auf "Telepolis" erklärt Hamed Abdel-Samad den Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und Islamkritik: Der erste kommt, wenn die zweite ausbleibt. In "taz" und "NZZ" sprechen iranische Autoren über die Repressionen in ihrem Land.

Als jüngste Lehrstuhlinhaberin, Regierungssprecherin, Talkshow-Moderatorin und Partnerin von Anne Will stand sie im Rampenlicht - dann kam der Crash. Im SPIEGEL-Gespräch berichtet Miriam Meckel von ihrem Burnout: "Ich war absolut verzweifelt."

Die "SZ" hat einen kritischen Einwand zum Oscar für Kathryn Bigelow. Die "taz" befragt den Kapitalismuskritiker Jean Ziegler. Vielen geretteten Archivalien des Kölner Stadtarchivs geht es wie Tiefkühlkost: ihnen droht Gefrierbrand, berichtet die "NZZ".


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