Es war eine einzigartige Kooperation zwischen einer Bank und einem Museum: Das Deutsche Guggenheim in Berlin zog ein Millionenpublikum an. Jetzt haben Deutsche Bank und Guggenheim Stiftung das Ende der Kunsthalle beschlossen - und schon neue Pläne für die Räume in der Straße Unter den Linden.

Ein Essay über Hipster machte Mark Greif bekannt: Bei seiner Lesung in Hamburg war der US-Autor nun froh, über etwas anderes sprechen zu können - sein Engagement in der Occupy-Bewegung. Begeistert erzählte er vom Zuccotti-Park - und bekam prompt ein Zelt in der Hamburger City angeboten.

Die "FAZ" erklärt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die "FR" gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die "NZZ" ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München.

Internationale Stars, roter Teppich, glitzernde Trophäen - die Verleihung des Film- und Fernsehpreises "Goldene Kamera" weckte große Gefühle. Zum Beispiel dieses: dass mancher Künstler besser nichts gesagt hätte. Mehr Spaß hatte die Filmbranche an der Frage: Wer moderiert "Wetten, dass"?

Klaus Lemke ist der unerschrockenste Filmemacher, den der deutsche Film je gesehen hat. Jetzt will er der Berlinale den nackten Hintern zeigen, weil es sein Film nicht ins Programm geschafft hat. Und das bei diesen sibirischen Temperaturen? Na klar, los geht's!

Das Jahreszeiten-Kochen wird immer beliebter. Also nichts wie ran an dieses Gericht, das man nur im Februar und März so realisieren kann: mit norwegischem Skrei-Kabeljau, samtigen Pilzen und einer nahezu vergessenen Rübe.

Paul Cézanne schlägt Jackson Pollock: Ein Werk des französischen Impressionisten soll den Rekordpreis übertroffen haben, den einst ein Gemälde des US-amerikanischen Tropfen-Künstlers erzielte. "Die Kartenspieler" geht für 250 Millionen Dollar nach Katar.

In der "NZZ" sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. Die "Welt" rät von Elternratgebern ab. Die "FAZ" stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3-D-Filme Tiefe.

Worum handelt es sich eigentlich bei diesen Gefühlen, über die Frauen angeblich immer reden wollen? Sibylle Berg kennt ein paar Frauen persönlich und rätselt gemeinsam mit ihnen. So viel ist klar: Das beste Mittel gegen Befindlichkeitsgespräche ist immer noch Sport.

In den Filialen der Drogeriemarktkette Schlecker zeigte sich der Kapitalismus als Schauerdrama - nicht nur die Mitarbeiter wurden schlecht behandelt, sondern die Kunden gleich mit. Wirtschaftlich, war das, wie die Schlecker-Pleite nun zeigt, selbstmörderisch. Aber es hat System.

Das Hamburger Landgericht hat eine erste Zwischenentscheidung im Gerichtsstreit um die Bauverzögerungen bei der Elbphilharmonie getroffen: Die Hansestadt darf den Baukonzern Hochtief auf Schadensersatz verklagen. Eine lange juristische Auseinandersetzung steht bevor.

In der "Welt" verabschiedet Martin Andree den "Digital Dream" von einer Demokratisierung der Welt durch das Netz. Der "Guardian" schreibt über Alain de Bottons Idee eines atheistischen Tempels. Alle Zeitungen trauern um Wislawa Szymborska.

Weil er Witze über religiöse Symbole wie Bärte gemacht hat, soll der Komiker Adel Imam ins Gefängnis. Der Schuldspruch wurde bezeichnenderweise kurz nach dem Wahlsieg der islamischen Parteien in Ägypten verkündet.

Ole von Beust hat vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie erklärt, er übernehme die politische Verantwortung für das skandalumwitterte Projekt. Vorsätzlich aufs Tempo gedrückt habe er aber nicht, betonte Hamburgs ehemaliger Bürgermeister.

Mindestens 350 Jahre lagerte die Mona-Lisa-Kopie in den Archiven des Madrider Prado. Erst jetzt haben Restauratoren festgestellt, dass die angeblich minderwertige Replik zeitgleich zum Original von einem Leonardo-Schüler gemalt wurde. Wie konnte die zweite Lisa so lange unentdeckt bleiben?

Der britische Abhör- und Hackerskandal schien bislang auf Boulevardmedien beschränkt - nun droht er, auch, Murdochs Flaggschiff "The Times" zu erfassen. Die britische Polizei ermittelt gegen einen Journalisten des Blatts wegen des Verdachts, sich in E-Mails eingehackt zu haben. 

"Die Zeit" begibt sich auf die Suche nach einer jungen Frau, die auf dem Kairoer Tahrir-Platz brutal von Polizisten zusammengeschlagen wurde. Anlässlich von Mark Greifs Lesereise durch Deutschland beschäftigen sich "Jungle World" und "Freitag" mit dem Hipster.

Pop-, Massen- und Pornokultur zählten zu seinen Einflüssen, eine seiner Arbeiten fand sich auf einem Plattencover von Sonic Youth: Mike Kelley galt als einer der wichtigsten US-Künstler seiner Generation - in der Nacht zum Mittwoch wurde er in Los Angeles tot aufgefunden.

Sensationelle Entdeckung in Madrid: Die Mona Lisa gibt es zweimal. Jahrelang hing im Prado unbeachtet eine Kopie des weltbekannten Gemäldes von Leonardo da Vinci, das zeitgleich mit dem Original entstanden sein soll.

Gibt es eine "Slow Media Bewegung"? Die Macher des Medienportals Vocer.org glauben an den Bedarf an weniger kurzatmiger Medienberichterstattung. Ein "journalistischer Think Tank" soll Vocer sein, Kritik, Analyse und Vision zusammenführen - gründlich und vertieft. Ein guter Ansatz?


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