Im Namen des Meeres klagt Michel Serres in der "taz" gegen BP. In Blogs und Medien wird weiter über Bezahlinhalte gestritten. Die "SZ" erklärt ihre Solidarität mit den Gentrifizierungsverlierern. Die "FAZ" sammelt öffentlich zugängliche Informationen zu Google und der CIA.
Die Düsseldorfer Band Propaganda war der erfolgreichste deutsche Pop-Export der achtziger Jahre, nun erscheint ein Jubiläums-Album. In der KulturSPIEGEL-Tageskarte spricht Bandgründer Ralf Dörper über teutonische Hits - und seinen unglamourösen Job als Banker.
Die Arbeiten für eine neue Brücke über den Mittelrhein können beginnen: Die Unesco hat den Bau im Welterbe nahe der Loreley abgesegnet. Visuell passe der Verkehrsweg in die Kulturlandschaft, so das Komitee. Die Grünen befürchten ein Aus für die typischen Rheinfähren.
1977 galt französische Popmusik als denkbar uncool - doch dann kam "Ça Plane Pour Moi", einer der kommerziell erfolgreichsten Songs der Punk-Ära und der größte Hit des Belgiers Plastic Bertrand. Aber hat er das Lied überhaupt selbst gesungen? Darüber tobt gerade ein heftiger Streit.
Mit dem Unheimlichen kennt er sich aus: Autor und Produzent Damon Lindelof ist einer der Schöpfer der Mystery-Serie "Lost". Das qualifizierte ihn nun für einen prestigeträchtigen Job: die Wiederbelebung des Kinomythos "Alien".
Die Filmfestspiele von Venedig haben ihr Wettbewerbsprogramm angekündigt: Aus Deutschland buhlt Tom Tykwer mit der Tragikomödie "Drei" um die Gunst von Jurychef Quentin Tarantino. Er konkurriert dabei mit Regisseuren wie Darren Aronofsky, Sofia Coppola und François Ozon.
Peter Stein und Jossi Wieler zeigen in Salzburg Wunderwelten des Theaterschreckens: der eine als reaktionärer Hausmeister im Tempel der antiken Tragödie, der andere als sensibler Menschen-Erforscher. Fazit: Man braucht für große Kunst den Sinn für kleine Gesten.
Moderne Geräte erleichtern unser Leben, manche machen sogar süchtig. Aber wissen wir eigentlich, welche Geister wir mit iPhone und iPad in Bewegung setzen? Vielleicht lauert hinter den glänzenden Spiegeln ja das Grauen. Eine Beschwörung.
Vom Mega-Blockbuster "The Dark Knight" zum cleveren Traumdiebe-Thriller "Inception": Der britische Regisseur Christopher Nolan erklärt im SPIEGEL-ONLINE-Interview, was Kino mit Träumen zu tun hat, warum er in seiner Garage am Batmobil bastelte - und warum er 3-D-Technik für völlig überschätzt hält.
Jon Stewart bringt die Enthüllung von WikiLeaks auf den Punkt. In der "Berliner Zeitung" isst Liv Ullmann Fleischklopse mit Ingmar Bergman und Woody Allen. Die "Zeit" fordert von den Öffentlich-Rechtlichen: Gebühren oder Quote. Und alle sind hin und weg von Wolfgang Rihms "Dionysos"-Oper.
In Frankreich war "Das Konzert" bereits ein Publikumshit. Zu Recht: Regisseur Mihaileanu hat sein Leitmotiv des Hochstaplers wunderbar variiert und lässt einen abgesetzten Dirigenten seine alten Musiker zusammensuchen. Aus Möbelpackern und Handy-Verkäufern wird für einen Abend das Bolschoi-Orchester.
Es geht um mehr als 40 Gemälde: Die Erben des jüdischen Kunstsammlers Baron Mór Lipót Herzog verlangen von Ungarn die Herausgabe von zur NS-Zeit geraubten Kunstwerken - seit Jahren ohne Erfolg. Jetzt haben sie in den USA Klage eingereicht.
Seine Millennium-Bücher sind Bestseller - auch auf Amazons digitalem Lesegerät Kindle: Stieg Larsson ist der erste Autor, von dem der Online-Versandhändler mehr als eine Million E-Books verkauft hat.
Ab auf den Dachboden oder in die Müllverbrennungsanlage? Im dritten Teil der "Toy Story"-Saga versuchen die alten Spielzeughelden um Cowboy Woody und Astronaut Buzz Lightyear ihrer Entsorgung zu entkommen. Hinter ihrem lustigen Kampf steckt die ernste Frage, wie es sich in Würde altern lässt.
Argentinien literarisch? Nicht nur, weil das Land offizielles Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ist, sollte man Claudia Piñeros phantastischen Roman lesen. Katharina Riese seziert ihre eigene Kindheit. Und in Unni Lindells Krimi wird auch seziert - aber buchstäblich.
Mit offenem Mund verfolgten die Kritiker Peter Steins Inszenierung des "Ödipus auf Kolonos". Die einen staunten. Die anderen gähnten. In der "NZZ" wappnet sich Leopold Federmair für den japanischen Winter. In der "SZ" zerlegt Andrea Camilleri den Berlusconismus mit dem Besteck des Kommunismus.
Franz Schreker war nach seinem Tod 1934 fast vergessen. Heute gilt der Komponist als ein ebenso aufregender Neutöner wie Schönberg, Strauss oder Korngold. Der Dirigent Franz Welser-Möst zeigt, was an Schrekers Musik so fasziniert.
Ein kalifornischer Anstreicher fand vor zehn Jahren zwei Schachteln mit Negativen. Seither bemüht er sich um den Nachweis, dass die Aufnahmen von dem großen Landschaftsfotografen Ansel Adams gemacht wurden. Ein Expertenteam bestätigt ihn nun - er könnte reich werden.
"Hitler hat den Russen viel mehr angetan als den Juden": Mit einer Reihe von deplatzierten Sätzen sorgte Filmemacher Oliver Stone für Empörung. Jetzt hat sich der Kino-Provokateur entschuldigt - und behauptet fortan das Gegenteil.
Träumst du noch oder stirbst du schon? Batman-Regisseur Christopher Nolan stellt in seinem clever verschachtelten Thriller "Inception" die Frage nach der Echtheit der Realität. Eine bildstarke Hommage an die Illusionsmacht des Kinos, die ganz ohne 3-D-Mätzchen fasziniert.
