Was passiert mit den jungen Männern vom unteren Rand der Gesellschaft, wenn man sie in den Knast steckt? Sie werden zu Gangstern ausgebildet. Der französische Regisseur Jacques Audiard entwirft in seinem Gefängnisdrama "Ein Prophet" das Bild einer erschreckend effizienten Kriminellenschulung.
Burnout ist das Thema zurzeit. Deshalb bloß keinen Burnout kriegen! Yoga, autogenes Training, Freundeskreis pflegen, Selbstgespräche führen, Pausen machen: Die Präventivmaßnahmen sind so zahlreich, dass man schon Angst kriegen kann - vor einem Burnout.
"Die Zeit" verteidigt die vom Abriss bedrohte Architektur der Sechziger. Die "taz" bringt ein Interview mit dem Kapuscinski-Biografen Artur Domoslawski. Der "Guardian" weiß, womit sich Marianne Faithfull schminkte.
Das Unvermeidliche ist geschehen: Mit dem FBI-Agenten "Jerry Cotton" ist ein weiterer Trivialkino-Mythos der Sechziger deutschen Comedy-Fachkräften in die Hände gefallen.
Er war einer der größten Herzensbrecher der Achtziger: Als Teenager wurde Corey Haim mit Filmen wie "The Lost Boys" zum Star. Doch dann blieben die Erfolge aus, Haim wurde drogensüchtig. Jetzt starb der Schauspieler in Los Angeles - womöglich an einer Überdosis.
Witzig, strategisch, politisch: So zeigt sich Mark Twain in seinen Reisereportagen. Martin Cruz-Smith verwandelt Moskau in eine Krimi-Hölle. Und Carlos Ruiz Zafón lässt den Teufel auf kleine und große Leser los.
Die Helden der US-Serie "Mad Men" sind die Lieblinge der Kritiker - und vielleicht auch bald der Kinder: Don Draper und Co. soll es ab Sommer als Barbie-Puppen geben. Doch einige entscheidende Dinge fehlen anscheinend bei den Plastikfiguren.
Die monströse Geschichte eines Ehrenmordplans, aus intimer Perspektive erzählt: In "Die Fremde" wird eine junge Türkin von der eigenen, eigentlich gut integrierten Familie für vogelfrei erklärt. Der bedingungslose Film bietet Sibel Kekilli die zweite große Rolle ihres Lebens.
Mit einer Doku zu Genitalverstümmelungen und einem Film über Homophobie im Fußball konnten zwei Privatsender überraschend Grimme-Preise in der Kategorie "Information & Kultur" einsammeln. Ansonsten galt nach Ansicht der Jury tatsächlich: Mit dem Zweiten sieht man besser.
Noch ein kauziger Ermittler mit Sonderbegabung? Und das soll spannend sein? Aber hallo! Denn in der neuen Crime-Serie "Lie to Me" auf Vox gibt der brillante Tim Roth einen Mann, der Menschen ihre Lügen vom Gesicht ablesen kann. Das ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich.
Eins ist schon mal sicher: Eine Frau wird Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten. In der Castingshow "Unser Star für Oslo" setzten sich am Dienstagabend die Kandidatinnen Jennifer und Lena durch. Am Freitag wird die Siegerin in der ARD gekürt.
Selbstdemontage bei "Menschen bei Maischberger": In der Diskussion um Kindesmissbrauch durch Priester zeigt sich, dass die Verteidiger der katholischen Kirche mit dem Rücken zur Wand stehen. Ihre Argumente: Die anderen sind schuld - oder mindestens genauso schlimm.
Deutschland ist im Second-Hand-Fieber! Seit Einführung einer Prämie für abgetragene Fräcke werden überall Dachböden und Kellerräume nach alten Koffern mit Klamotten aus Großvaters Zeiten durchsucht. Selbst bei einem halben Frack wird der Appschleppdienst gerufen.
Auf "Telepolis" erklärt Hamed Abdel-Samad den Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und Islamkritik: Der erste kommt, wenn die zweite ausbleibt. In "taz" und "NZZ" sprechen iranische Autoren über die Repressionen in ihrem Land.
Mehr als 700 Lieder hat der Romantiker Franz Schubert vertont, in gerade einmal 31 Lebensjahren. Eine ehrgeizige Edition macht nun auch Seltenes und Unvollendetes zugänglich - und zeigt, dass weniger wirklich oft mehr ist.
Als jüngste Lehrstuhlinhaberin, Regierungssprecherin, Talkshow-Moderatorin und Partnerin von Anne Will stand sie im Rampenlicht - dann kam der Crash. Im SPIEGEL-Gespräch berichtet Miriam Meckel von ihrem Burnout: "Ich war absolut verzweifelt."
Als Dauerprovokateur in scheußlichen Sakkos berlinert sich der Comedian Kurt Krömer durch das ARD-Nachtprogramm. Jetzt ist der Neuköllner zum fünften Mal für den renommierten Grimme-Preis nominiert. Ob er ihn bekommt, ist aber fast egal, denn gerade hat er seine erste Samstagabend-Show erhalten.
Mehr als eine halbe Stunde lang sind an diesem Dienstag alle Programme des ZDF ausgefallen. Auch die ARD war von dem Blackout indirekt betroffen - inzwischen ist die Ursache klar: Mehrere Kurzschlüsse brachten die entscheidenden Sendeablauf-Computer zum Absturz.
That's what Friends are for: Das italienische DJ-Duo Crookers hat tonnenweise prominente Freunde auf ihr Debüt-Album geladen, staunt Jan Wigger und entdeckt eine späte Vorliebe für Frightened Rabbit. Andreas Borcholte versucht, neugierig auf Amy Macdonalds zweite Platte zu werden.
Die "SZ" hat einen kritischen Einwand zum Oscar für Kathryn Bigelow. Die "taz" befragt den Kapitalismuskritiker Jean Ziegler. Vielen geretteten Archivalien des Kölner Stadtarchivs geht es wie Tiefkühlkost: ihnen droht Gefrierbrand, berichtet die "NZZ".
