Hollywood klagte zuletzt, die jungen Leute kämen nicht mehr in die Kinos. Doch am Wochenende spielten zwei Neustarts für die Teenie-Zielgruppe starke Ergebnisse ein - trotz Superbowl-Konkurrenz. In Deutschland bleibt das französische Phänomen "Ziemlich beste Freunde" unangefochten.
Ein Essay über Hipster machte Mark Greif bekannt: Bei seiner Lesung in Hamburg war der US-Autor nun froh, über etwas anderes sprechen zu können - sein Engagement in der Occupy-Bewegung. Begeistert erzählte er vom Zuccotti-Park - und bekam prompt ein Zelt in der Hamburger City angeboten.
Die "FAZ" erklärt, warum Georg Baselitz so schlecht auf Berlin zu sprechen ist. Die "FR" gelangt nach längerem Nachdenken zur Verneinung eines Tweets von Erika Steinbach. Die "NZZ" ist begeistert über ein kammermusikalisches "Rheingold" in München.
Es ist ein Buch, das man vor dem Kochen zur Hand nehmen kann. Aber es ist weit davon entfernt, ein Kochbuch zu sein: "Der Geschmacksthesaurus" ist ein herrlich originelles Werk über Lebensmittel und ihre Aromen. Und über den Klatsch drumherum.
Explosionen in Grün: In Hans Weingartners Kinodrama "Die Summe meiner einzelnen Teile" zieht ein Psychotiker in die Wildnis vor Berlin und scheint dort endlich mit der Welt im Einklang zu sein. Eine Hymne an die Natur, die glücklich macht - trotz eines gefährlichen doppelten Bodens.
Internationale Stars, roter Teppich, glitzernde Trophäen - die Verleihung des Film- und Fernsehpreises "Goldene Kamera" weckte große Gefühle. Zum Beispiel dieses: dass mancher Künstler besser nichts gesagt hätte. Mehr Spaß hatte die Filmbranche an der Frage: Wer moderiert "Wetten, dass"?
Klaus Lemke ist der unerschrockenste Filmemacher, den der deutsche Film je gesehen hat. Jetzt will er der Berlinale den nackten Hintern zeigen, weil es sein Film nicht ins Programm geschafft hat. Und das bei diesen sibirischen Temperaturen? Na klar, los geht's!
Das Jahreszeiten-Kochen wird immer beliebter. Also nichts wie ran an dieses Gericht, das man nur im Februar und März so realisieren kann: mit norwegischem Skrei-Kabeljau, samtigen Pilzen und einer nahezu vergessenen Rübe.
Warme Worte für Scarlett Johansson, ein Preis für Morgan Freeman und ein versauter Auftritt einer Blondine: Die Verleihung der Goldenen Kamera geriet zu einem Schaulaufen internationaler Stars. Doch auch die deutschen Fernsehschaffenden kamen nicht zu kurz.
Gelungene Aufarbeitung: Der ZDF-Film "Tsunami - das Leben danach" basiert auf einer wahren Geschichte und schildert den schweren Weg aus Trauma und Trauer. Veronica Ferres mimt eine Katastrophen-Überlebende, die den Tod ihrer Familie verarbeiten muss.
Paul Cézanne schlägt Jackson Pollock: Ein Werk des französischen Impressionisten soll den Rekordpreis übertroffen haben, den einst ein Gemälde des US-amerikanischen Tropfen-Künstlers erzielte. "Die Kartenspieler" geht für 250 Millionen Dollar nach Katar.
Er spielte die miesesten Kerle im Kino, nun ist er für einen Oscar nominiert: In "Dame, König, As, Spion" brilliert Gary Oldman als John Le Carrés berühmter Agent George Smiley. Im Interview spricht der Brite über seinen Abschied vom Bösewicht und verrät, warum Spione keinen Smoking tragen.
In der "NZZ" sucht Graham Swift das Bleeding Heart von Dickens' London. Die "Welt" rät von Elternratgebern ab. Die "FAZ" stimmt auf die Berlinale ein und stellt fest: Jeder Stummfilm hat mehr Klang als 3-D-Filme Tiefe.
Mit den Filmen "9½ Wochen" und "Wilde Orchidee" wurde er weltberühmt, Regie-Kollegen holten sich bei ihm Rat: Der amerikanische Schauspieler und Filmemacher Zalman King hat sich vor allem einen Namen als Erotik-Regisseur gemacht. Im Alter von 69 Jahren erlag er seinem Krebsleiden.
Worum handelt es sich eigentlich bei diesen Gefühlen, über die Frauen angeblich immer reden wollen? Sibylle Berg kennt ein paar Frauen persönlich und rätselt gemeinsam mit ihnen. So viel ist klar: Das beste Mittel gegen Befindlichkeitsgespräche ist immer noch Sport.
Lanxess Arena Köln, O2 World in Berlin und Hamburg - Hallen, die sonst nur Popstars füllen, erwarten Roger Cicero. Der 41-jährige Hamburger steht für eine Reihe von Sängern, denen die Jazz-Nische viel zu klein geworden ist.
Wenn in Wien die serbischen Wölfe heulen: Im neuen "Tatort" aus Österreich kriegen es Moritz Eisner und Bibi Fellner mit Kriegsverbrechern zu tun. So eisig und so verstörend wie in diesem Völkermord-Krimi kam die Donau-Metropole selten daher.
In den Filialen der Drogeriemarktkette Schlecker zeigte sich der Kapitalismus als Schauerdrama - nicht nur die Mitarbeiter wurden schlecht behandelt, sondern die Kunden gleich mit. Wirtschaftlich, war das, wie die Schlecker-Pleite nun zeigt, selbstmörderisch. Aber es hat System.
Auf dem neuen Album der New Yorker Band Nada Surf stellt Sänger Matthew Caws ein paar einfache, ein paar komplizierte und ein paar gänzlich unbeantwortbare Fragen - wie aber befragt man ihn selbst? Eine Expedition auf den Spuren eines der letzten Poeten des Indierock.
Das Hamburger Landgericht hat eine erste Zwischenentscheidung im Gerichtsstreit um die Bauverzögerungen bei der Elbphilharmonie getroffen: Die Hansestadt darf den Baukonzern Hochtief auf Schadensersatz verklagen. Eine lange juristische Auseinandersetzung steht bevor.
