Über den legendären Jazztrompeter Louis Armstrong schien alles gesagt, doch nun liefern zwei neue Biografien skurrile Anekdoten - zum Beispiel, wie die Stasi seine DDR-Tour überwachte.
Renn, Matt Damon, renn! In der "Bourne"-Trilogie jagte der Star seinem verlorenen Gedächtnis nach, jetzt schnauft er im Irak-Thriller "Green Zone" dem verlorenen Gewissen der USA hinterher. Ein hochmoralischer Film mit einem bedenklich simplen Verhältnis zur Wahrheit.
Jahrhundertelang wurde ein Theaterstück, dessen Autor behauptete, es basiere auf einem Werk von William Shakespeare, für eine Fälschung gehalten. Ein englischer Professor sagt nun: Es steckt tatsächlich Shakespeare drin, es gehöre in den Kanon des großen Dramatikers.
Zehn Alben mit Musik von Michael Jackson wird die Plattenfirma Sony Music in den nächsten sieben Jahren herausbringen - dessen Erben bekommen dafür bis zu 250 Millionen Dollar. Eine Höchstmarke in Zeiten, in denen die Musikindustrie über sinkende Verkäufe klagt.
Mut zum optimistischen Hymnen-Pop der Achtziger beweisen Goldfrapp auf ihrem erstaunlichen neuen Album, meint Andreas Borcholte. Und Jan Wigger findet den Ambient-Sound von Andrew Thomas nahezu unmenschlich, verzweifelt dafür aber an Eagle Seagull.
Der "Tagesspiegel" bringt eine Petition deutscher Schriftsteller gegen einen möglichen Leipziger Buchpreis für Helene Hegemann. Die "taz" findet homoerotische Aspekte in der deutschen Reformpädagogik. In der "FAZ" kritisiert Necla Kelek die islamischen Verbände in Deutschland.
Ein Mallorca ohne Menschen: Für Jürgen-Drews-Fans mag das der Horror sein, für Individualtouristen ein ferner Traum, auf den Fotografien des ausgezeichneten Künstlers Jörg Bräuer ist es aber Wirklichkeit geworden. So pur hat man die Insel wohl noch nie gesehen.
"Diebstahl wird als Kunst hingenommen": Mit der "Leipziger Erklärung" machen sich Literaturstars wie Günter Grass und Christa Wolf für einen besseren Schutz geistigen Eigentums stark. Im Zentrum ihrer Kritik stehen Urheberrechtsverletzungen - und Jungautorin Helene Hegemann.
Journalismus und Literatur - passen die zusammen? Wenn ein Kulturkritiker mit Blick für politische Strukturen am Werk ist, schon. Bester Beweis: "Auch Deutsche unter den Opfern", die neue Textsammlung von Benjamin von Stuckrad-Barre, steigt auf Platz 25 der Bestsellerliste ein.
Mit zwölf Jahren wurde Bodo Kirchhoff vom Heimleiter seines Internats missbraucht. Im SPIEGEL beschreibt der bekannte Romancier, welche Folgen das Erlebte für ihn hatte: ein ungeheures Sprachloch - und lebenslange Arbeit am sexuellen Erwachsenwerden.
Das Leben ist hart, sie sind härter: "The Story of Anvil" erzählt von einer chronisch erfolglosen Metal-Band und ihren Versuchen, endlich den Rock-Olymp zu erklimmen. Die Musik-Doku ist einer der ergreifendsten Filme der Rockgeschichte - und eine bezaubernde Liebeserklärung an zwei Alt-Metaller.
Tim Burtons "Alice im Wunderland" ist auf dem Weg, der zweite ganz große Kinokassenhit der neuen 3-D-Ära zu werden. In Deutschland und in den USA verteidigt das Fantasymärchen souverän die Spitze in den Kinocharts.
In der "Welt" warnt Ibn Warraq vor Scharia-Gerichten in England. In der "SZ" schreibt Richard Swartz über Korruption in Kroatien. Die "FAZ" erinnert an Zeiten, als zum Frommen der Kunst Knaben kastriert wurden und der "Tagesspiegel" gratuliert dem Perlentaucher zum Zehnten.
Als Anführer des Agententeams in der Fernsehserie "Kobra, übernehmen Sie!" wurde er berühmt - die wohl größte von zahlreichen Film- und Fernsehrollen. Nun ist Peter Graves kurz vor seinem 84. Geburtstag in Los Angeles gestorben.
Das weite Land, die Einsamkeit - und ein Stier: Die Novelle "Herdentiere" ist ein trauriger Text, in dem nicht viel gesprochen wird. Ohne Pathos erzählt Josh Weil von einem Menschen in seiner Landschaft - und von dessen Gefühl, dass da noch etwas kommen muss.
Die Mauer steht wieder - zumindest im Sat.1-Zweiteiler "Die Grenze", einer Mischung aus B-Movie und Politspektakel. Der Eventfilm vom Produzenten Nico Hofmann bietet Trash auf hohem Niveau: So brachial der Tonfall, so brisant der Inhalt: Steht Deutschland vor einer neuen Spaltung?
Schmeckt köstlich und hat zudem einen verrückten Namen: Saltimbocca, zu deutsch "Spring ins Maul", ist ein echter italienischer Klassiker. Und am Ende des Winters eine willkommene Aufhellung unseres kulinarischen Alltags.
Teils peinlicher Personenkult, teils beeindruckende Leistungsschau eines kreativen Genies: Eine opulente Retrospektive im ehrwürdigen Pariser Petit Palais würdigt das Werk des 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent - und erhebt seine Haute Couture endgültig zur Kunstform.
Seine kommunistisch geprägten Polit-Chansons durften zeitweise nicht im Radio gespielt werden, dennoch würdigte Frankreichs Präsident Sarkozy Jean Ferrat jetzt als einen der wichtigsten Sänger des Landes. Ferrat ist im Alter von 79 Jahren verstorben.
Lady Gaga war 2009? Musikvideos sind eine sterbende Kunstform? Vergessen Sie's! In ihrem an Tarantino-Filme erinnernden Clip-Kunstwerk "Telephone" zieht der New Yorker Popstar alle Register der Provokation - und will zeigen, dass sie auch dieses Jahr den Ton angibt.
