In der Affäre um Guido Westerwelles umstrittene Reisepraxis gerät jetzt auch ein enger Mitarbeiter des Außenministers in die Kritik. Doch davon will der FDP-Chef nichts wissen, er vermutet gar eine parteipolitisch motivierte Diffamierungskampagne.

Der Skandal um Missbrauch an katholischen Einrichtungen nimmt kein Ende. Auch in einem Internat in Cloppenburg sollen drei Priester und ein Laie sich an Kindern vergangen haben. Der Papst schweigt und gerät unter Druck. Der Vatikan sieht ihn als Kampagnenopfer.

Die Entscheidung über Kredite oder Kreditgarantien steht offenbar kurz bevor: Die Euro-Länder sollen sich auf ein milliardenschweres Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland verständigt haben. Die Bundesregierung habe eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen gespielt, heißt es.

An dem Plan, den Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks zu ermorden, war laut "Wall Street Journal" neben Colleen LaRose alias "Dschihad Jane" eine zweite US-Bürgerin beteiligt: Jamie Paulin-Ramirez konvertierte Ostern 2009 zum Islam und radikalisierte sich anscheinend rasend schnell.

Der Vatikan reagiert pikiert auf die Enthüllungen neuer Missbrauchsfälle in Deutschland: Papst Benedikt XVI. solle offenbar unter allen Umständen in die Skandale "hineingezogen" werden. Seit 2001 wurden dem Petersdom 3000 Vorfälle weltweit gemeldet.

Allein der Verdacht rüttelt US-Behörden auf: Konnte ein Mitglied des Terrornetzwerks al-Qaida jahrelang in US-Kernkraftwerken ein und aus gehen? Ein im Jemen festgenommener Terrorist hat in sechs Atomanlagen gearbeitet. Nun wird geprüft, zu welchen Bereichen er Zugang hatte.

Erschütternde Berichte: Im Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen haben sich neue Betroffene zu Wort gemeldet. Ein Ex-Schüler berichtete dem SPIEGEL, dass er bis in die neunziger Jahre sexuelle Gewalt erlebt hätte. Bislang waren nur Fälle aus den fünfziger und sechziger Jahren bekannt.

Lange Wunschzettel für Schäuble: Die Bundesminister haben ihre Ausgabenplanung für 2011 formuliert und dem Bundesfinanzminister vorgelegt. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sind die Forderungen ungeachtet der harten Zeiten ziemlich happig.

In der Affäre um Guido Westerwelle gerät jetzt auch einer seiner engen Mitarbeiter in die Kritik. Der zur Leitungsebene im Auswärtigen Amt zählende Jörg Arntz gehörte nach SPIEGEL-Informationen bis vor kurzem noch zur Schweizer Firmengruppe Mountain Partners, deren Gründer wiederholt zum Reisetross des Außenministers zählte.

Sein Südamerika-Trip ist beendet - der Ärger für Außenminister Westerwelle noch lange nicht: Selbst im eigenen Haus sorgt die Reisepraxis des Amtschefs für Unruhe, auch ein Ex-Staatsminister erhebt Vorwürfe. Die Wirtschaft allerdings stärkt dem FDP-Vorsitzenden den Rücken.


© 2009 - spide.net